Mit einem VW-Bus nach San Francisco

Als Scott McKenzie seinen Welthit «San Francisco» sang, war ich noch längst nicht geboren. Die Menschen trugen Blumenbänder um ihre Köpfe und grosse runde Sonnenbrillen über ihren Augen, es war die Zeit der Hippies und Scott McKenzies Lied die Hymne dieser Zeit.

Chris Gilb
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Bild: Chris Gilb

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Als Scott McKenzie seinen Welthit «San Francisco» sang, war ich noch längst nicht geboren. Die Menschen trugen Blumenbänder um ihre Köpfe und grosse runde Sonnenbrillen über ihren Augen, es war die Zeit der Hippies und Scott McKenzies Lied die Hymne dieser Zeit. 30 Jahre später sah ich im Fernseher regelmässig Werbung für ein Sammelalbum mit dem Titel «Summer of Love». In dem mehrminütigen Werbefilm wurden Aufnahmen gezeigt aus den wilden 60ern und dazu einige Lieder angeschnitten. «Wir dachten, wir könnten die Welt verändern», sagte jeweils eine Stimme am Anfang des Werbefilms.

Die bemalten VW-Busse, die lockere Stimmung, die verträumte Musik, ich erkannte mich in all dem wieder. All dies symbolisierte eine Freiheit für mich, die auch ich mit meinen 14 Jahren suchte. Ich kaufte mir das Album, bestehend aus vier CDs mit den besten Hits der «Flower Power»-Zeit. Ein Song, tat es mir besonders an. Erst fragte ich mich wer «San», «Fran» und «Cisco» sind, bis ich realisierte, dass Scott McKenzie nicht drei Namen sondern eine Stadt, das «Hippieparadies» San Francisco besang. Meinen Kollegen gefiel das Lied weniger. «Was willst du mit dem alten Schund, nicht einmal meine Mutter hört so antiken Kram», kommentierten sie mein neues Lieblingslied. Mir war das egal, ich schloss meine Augen und träumte davon, wie ich selbst eines Tages mit meinem VW-Bus durch San Francisco fahren würde.

Scott McKenzie: «San Francisco» The Voice of Scott McKenzie, 1967,