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Mit den Russen zum Mars

Raumfahrt Die Spannung steigt mit jedem Kilometer, den sich die europäisch-russische Sonde Schiaparelli im Rahmen des Programms Exomars dem Mars nähert. Erstmals wollen die Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam ein Testmodul auf dem Roten Planeten landen lassen.
Thomas Körbel/dpa

Raumfahrt Die Spannung steigt mit jedem Kilometer, den sich die europäisch-russische Sonde Schiaparelli im Rahmen des Programms Exomars dem Mars nähert. Erstmals wollen die Europäische Raumfahrtagentur ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam ein Testmodul auf dem Roten Planeten landen lassen.

Ein Forschungssatellit – der Trace Gas Orbiter – mit Geräten beider Agenturen an Bord war im März gemeinsam mit dem Testmodul Schiaparelli vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet. Am Sonntag sollen die beiden getrennt werden, bevor «Schiaparelli» drei Tage später landet.

«Einflussmöglichkeiten sind gleich null»

Der Satellit soll unter anderem nach Spuren von Methan in der Marsatmosphäre suchen, die biologischen Ursprungs sein könnten. Das wäre ein Hinweis auf mögliches Lebens. Ebenfalls an Bord ist die Berner Stereo-Kamera Cassis, die unter anderem helfen soll, die Quelle von Spurengasen wie Methan aufzuspüren und die Frage zu beantworten, ob es sich tatsächlich um Hinweise auf Leben handelt. Die Landung nach rund 500 Millionen Kilometern ist heikel. «Alles muss mit Millisekunden-genauer Präzision funktionieren», sagt der Experte Jorge Vago. «Und unsere Einflussmöglichkeiten sind gleich null.» Die Daten der Sonde brauchen rund zehn Minuten, um vom Mars zur Erde zu gelangen. Ein Computer steuert das Landemanöver. Wenn Informationen über Probleme im Kontrollzentrum eintreffen, kann «Schiaparelli» längst als Weltraumschrott im Marssand liegen.

Für die Experten bei ESA und Roskosmos hängt viel vom Erfolg der Landung ab. Es wäre nicht nur die erste gemeinsame Marslandung in der Geschichte beider Raumfahrtagenturen.

Auch finanziell wäre ein Erfolg hilfreich. Das Projekt, für das die ESA 1,3 Milliarden Euro ausgegeben hat und an dem sich Roskosmos mit etwa einer Milliarde Euro beteiligt, ist noch nicht ganz gesichert: Zunächst für 2018 geplant, wurde die zweite Phase von Exomars mit einem Rover auf 2020 verschoben. Russland will derweil in der Raumfahrt massiv sparen.

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