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Mit Anlauf in den Fettnapf

Paparazza
Odilia Hiller

Der nächste Schocker aus der Hollywood-Gender-Debatte ist da: Als die Crew des awardverdächtigen Streifens «Alles Geld der Welt» zum Nachdreh antreten musste, weil Schauspieler Kevin Spacey wegen Belästigungsvorwürfen untragbar geworden war und aus dem Film geschnitten werden musste, entblödeten sich dessen Macher nicht, in den nächsten Fettnapf zu hechten – mit Anlauf. Sie zahlten Hauptdarsteller Mark Wahlberg für die zusätzlichen Szenen mit Spacey-Ersatz Christopher Plummer 1,5 Millionen Dollar. Hauptdarstellerin Michelle Williams bekam dafür gerade einmal knapp 1000 Dollar.

Man schreibt das Jahr 2018. Forderungen nach einer faireren Bezahlung weiblicher Darstellerinnen liegen in Hollywood seit Jahren auf dem Tisch. Und trotzdem ist der Marktwert einer jungen, alleinerziehenden Mutter aus Brooklyn 1500-mal niedriger als jener eines in die Jahre gekommenen Calvin-Klein-Models. Der einstige Hip-Hopper hat seine Gage nun an die «Time’s Up»-Stiftung gespendet – und wird dafür als Held gefeiert. Da ist man nur noch eines: im falschen Film.

Odilia Hiller

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