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Merkur stattet dem Erdenhimmel einen Besuch ab

Der April hat schon begonnen. Als Ausgleich dafür, dass wir mit unserem «Sternenhimmel» wegen Ostermontag eine Woche später dran sind als gewohnt, schauen wir diesmal weiter hinaus. Denn am 9. Mai ist etwas los.
Rolf App
Merkur vor der Sonne.

Merkur vor der Sonne.

Der April hat schon begonnen. Als Ausgleich dafür, dass wir mit unserem «Sternenhimmel» wegen Ostermontag eine Woche später dran sind als gewohnt, schauen wir diesmal weiter hinaus. Denn am 9. Mai ist etwas los.

Tag und Nacht: Vergleicht man Monatsanfang und Monatsende, dann ist es Ende April mehr als anderthalb Stunden länger hell. Der Sonnenaufgang verschiebt sich um 54, der Sonnenuntergang um 42 Minuten. Morgen Dienstag geht die Sonne um 6.53 Uhr Sommerzeit auf, am 30. April bereits um 6.06 Uhr. Die Sonne verschwindet um 19.57 Uhr hinter dem Horizont, zu Monatsende um 20.33 Uhr.

Der Mond: Momentan zeigt sich der Mond kaum, denn am Donnerstag ist Neumond. Dann füllt sich seine Scheibe wieder, am 14. April ist das Erste Viertel erreicht, am 22. der Vollmond. Zu Monatsende steht er im Letzten Viertel.

Planeten: Am 18. April ist Merkur, der innerste Planet, auf seiner Bahn am weitesten von der Sonne entfernt. Deshalb kann man ihn am Abend knapp über dem Westhorizont sehen. Mars ging zu Monatsbeginn um 0.43 Uhr auf, am Monatsende wird er es um 22.56 Uhr tun. Er ist also in der zweiten Nachthälfte gut zu sehen. Ganz in der Nähe leuchtet Saturn, beide bekommen sie am 25. April Besuch vom noch fast vollen Mond. Über die ganze Nacht begleitet uns Jupiter, zur Standardbeobachtungszeit (24 Uhr Sommerzeit zu Monatsbeginn, 23 Uhr am 15. und 22 Uhr am 30. April) steht er ziemlich genau im Süden unterhalb dem Sternbild Löwe.

Sternenhimmel: Der Löwe ist auch das Leitsternbild des Frühlings. Rechts von Jupiter leuchtet zur Standardbeobachtungszeit Regulus, der hellste, bläulich-weisse Stern des Löwen. Lässt man den Blick in Richtung Südosten schweifen, dann findet sich weiter oben Arktur im Sternbild Bootes. Zwischen beiden, aber näher zum Horizont hin leuchtet Spica in der Jungfrau. Zusammen bilden Regulus, Arktur und Spica das sogenannte Frühlingsdreieck.

Merkur-Transit: Ein seltenes Himmelsereignis steht am 9. Mai bevor, und zwar am hellen Tag. Dann schiebt sich um 13.12 Uhr langsam der Planet Merkur in die Sonnenscheibe hinein und wird kurz vor 17 Uhr nahe der Sonnenmitte sein. Natürlich darf das Schauspiel nur mit Schutzbrille verfolgt werden. Der erste übrigens, der einen Merkur-Transit beobachtet hat, war 1631 Pierre Gassendi, ein französischer Theologe, Philosoph und Astronom, der in Kontakt stand zu vielen Gelehrten – unter anderem zu Johannes Kepler, der diesen Transit vorausberechnet hatte.

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