Mein Name ist Bond, Jane Bond

Es ist wieder Zeit für eine der wichtigsten Fragen der Filmindustrie: Wer soll der nächste Bond werden? Denn da gäbe es nach dem ersten blonden Agenten, Daniel Craig, durchaus noch weitere Variationsmöglichkeiten. Wie wäre es mit einem schwarzen Bond oder ganz verwegen mit einer Frau als 007?

Katja Fischer De Santi
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Es ist wieder Zeit für eine der wichtigsten Fragen der Filmindustrie: Wer soll der nächste Bond werden? Denn da gäbe es nach dem ersten blonden Agenten, Daniel Craig, durchaus noch weitere Variationsmöglichkeiten. Wie wäre es mit einem schwarzen Bond oder ganz verwegen mit einer Frau als 007?

Geht es nach Twitter-Usern, ist die Sache klar. Eine Umfrage unter dem Hashtag #NextBond hat eine überraschende Siegerin hervorgebracht: Gillian Anderson. Die Frau, die in den 1990er-Jahren gefühlte 200 Folgen lang versucht hatte, die «Akte X» zu lösen, und zuletzt in der BBC-Serie «The Fall» eine Ermittlerin spielte. Eine überraschende, aber leider auch sehr unwahrscheinliche Wahl. Zwar kann Anderson wie kaum eine die unterkühlte Agentin geben. Und die Ausserirdischen in «Akte X» waren auch hinterlistiger, grusliger und mächtiger als jeder Bösewicht, mit dem es James Bond je zu tun hatte. Aber es sind zwei ganz andere Attribute, die Andersons Ernennung zur nächsten Jane Bond verunmöglichen. Erstens: Sie ist keine Britin. Anderson lebt zwar schon seit vielen Jahren in England, aber das gilt in der traditionsbewussten Bond-Familie natürlich überhaupt nichts. Zweitens: Anderson ist 47 Jahre alt, so alt war noch kein Bond bei seinem Amtsantritt. Und wir wissen ja: weiblich und alt, das ist im Filmgeschäft eine absolut tödliche Mischung. Darum wird es wohl Tom Hiddleston werden, der ist Brite und jung. Immerhin hat er rötliches Haar.