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Mehr Löcher in den Käse

Villa Kunterbunt
Bettina Kugler

Drei Eier, Mehl, Milch, eine Prise Salz und kräftig rühren: Habe ich das nicht eben erst gemacht? Und stehe jetzt schon wieder da, ziehe mit links (und in Gedanken anderswo) die Pfanne aus dem Schrank, während im Kopf ständig kleine Schubladen aufspringen mit «To-Dos»? Das war am Donnerstag; weil irgendwer einmal gesagt hat, dass Kinder im Alltag Rituale brauchen, gibt es bei uns donnerstags Omeletten. Ernährungswissenschaftlich liesse sich das wohl vertreten. Fürs Zeitempfinden hat es böse Folgen: Gefühlt ist in letzter Zeit dauernd Donnerstag.

Dabei erinnere ich mich lebhaft an Tage, die früh um vier begannen und mehr als 24 Stunden hatten. Nicht von der Art, wie Manager sie gern für sich in Anspruch nähmen. Nein, Tage, in denen nichts in der Agenda stand, man aber überaus wichtig war. Für ein Kind, das noch nicht heimlich Snickers verdrückte, um weniger Gemüse zu brauchen. Seit Stundenpläne und Blockzeiten die Maximalfüllung unserer Woche begünstigen, ist das vorbei. Tage verfliegen mit Höchstgeschwindigkeit. Was tun? Der Zeitforscher Karlheinz A. Geissler rät zur «Let-it-be»-Liste. Man solle aus der verdichteten Zeit einen Emmentaler Käse machen. Gesünder als Donnerstags-Omeletten wäre das bestimmt.

Bettina Kugler

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