Mehr Bohnen braucht die Welt

Erbsen, Bohnen und Linsen können mehr als nur unseren Hunger am Mittagstisch stillen. Deshalb hat die UNO das Jahr 2016 zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte ernannt. ETH-Professor Achim Walter erklärt warum.

Bruno Knellwolf
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Grossräumiger Soja-Anbau in Brasilien. (Bild: ky)

Grossräumiger Soja-Anbau in Brasilien. (Bild: ky)

Wenn der Frühling naht, schleppt der Hobbygärtner wieder viel Dünger nach Hause. Für seine Obstbäume und Beeren muss der Boden genug Stickstoff anbieten. Stickstoff ist zwar nur eines von über einem Dutzend mineralischer Nährelemente, die Pflanzen für ihr Wachstum benötigen. Aber für die meisten Pflanzen ist er das wichtigste.

Der Stickstoff wird deshalb im Garten und vor allem in der Landwirtschaft in Form von Ammoniumnitrat meist im Übermass dem Boden zugegeben, schreibt Achim Walter, Professor für Kulturpflanzenwissenschaften an der ETH Zürich. Stickstoff-Überdüngung gilt aber als eine der grössten Umweltbedrohungen weltweit.

Nicht angewiesen auf die Düngung mit Stickstoff sind die Hülsenfrüchte. Dies weil sie diesen in Symbiose mit Bakterien sozusagen selbst produzieren. Deshalb hat die UNO 2016 zum internationalen Jahr der Hülsenfrüchte erkoren, weil mit vermehrtem Anbau von Bohne, Erbse, Soja, Lupine und Linse weniger Stickstoff-Düngung nötig und damit eine nachhaltigere Landwirtschaft möglich wäre, wie Achim Walter schreibt.

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