Mars-Meteorit wird in Bern untersucht

Gut hundert Mars-Meteoriten sind weltweit bekannt – jüngst ist in der Sahara das erste Exemplar entdeckt worden, das aus verschiedenen Gesteinsarten besteht. Das Naturhistorische Museum Bern hat für 165 000 Franken zwei Stücke von «Black Beauty» ankaufen können.

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Beda Hofmann analysiert «Black Beauty». Oben NWA 7906. (Bilder: NMBE und Lisa Schäublin/NMBE)

Beda Hofmann analysiert «Black Beauty». Oben NWA 7906. (Bilder: NMBE und Lisa Schäublin/NMBE)

Gut hundert Mars-Meteoriten sind weltweit bekannt – jüngst ist in der Sahara das erste Exemplar entdeckt worden, das aus verschiedenen Gesteinsarten besteht. Das Naturhistorische Museum Bern hat für 165 000 Franken zwei Stücke von «Black Beauty» ankaufen können.

Funde von Mars-Meteoriten sind ein sehr seltenes Ereignis: Gut hundert Exemplare sind weltweit bekannt – zum Vergleich: 45 746 Meteoriten tragen eine gültige Bezeichnung. Bisherige Funde von Mars-Meteoriten bestanden aber jeweils nur aus einer Gesteinsart. NW 7906 und NW 7907, wie die Steine offiziell heissen, sind anders als alle Mars-Meteoriten, die bis zum heutigen Tag gefunden wurden: Sie weisen verschiedene Gesteinseinschlüsse auf. Erste Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass der Wassergehalt weit höher ist als in anderen Mars-Meteoriten. Gerade diese Tatsache ist wissenschaftlich von hohem Interesse: Wo Wasser ist, bestünde zumindest theoretisch auch die Möglichkeit, auf organische Spuren zu stossen – und den Nachweis von Leben auf dem Mars zu erbringen.

Dank seines Netzwerks ist es Beda Hofmann, dem Leiter der Abteilung Erdwissenschaften des Naturhistorischen Museums Bern, gelungen, an zwei Stücke des weltweit beachteten Fundes zu gelangen. Mit 47,7 und 29,9 Gramm haben diese eine beachtliche Grösse. «Diese Steine werden die Mars-Forschung noch Jahrzehnte beschäftigen», sagt Hofmann. (Kn.)

Mars Meteorit (pd)

Mars Meteorit (pd)