Machen wir ein «Enjoy» vorne dran

Es gibt Sitzungen, da wäre man gern dabei gewesen. Weil man sich fragt, wie man auf so einen Blödsinn kommen kann. Zum Beispiel wenn einer der grössten Bierabfüller der Welt an seinem Image herumfeilt. Wir haben uns das mal vorgestellt:

Katja Fischer De Santi
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Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Katja Fischer De Santi)

Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Katja Fischer De Santi)

Es gibt Sitzungen, da wäre man gern dabei gewesen. Weil man sich fragt, wie man auf so einen Blödsinn kommen kann. Zum Beispiel wenn einer der grössten Bierabfüller der Welt an seinem Image herumfeilt. Wir haben uns das mal vorgestellt:

Brand Manager: Wir haben ein Problem. Immer mehr Leute betrinken sich mit unserem Bier.

Assistent: Das ist doch gut.

Brand Manager: Nein. Trinken ist gut, nicht betrinken.

Creative Director: Wir könnten das Bier einfach sehr teuer machen und in goldene Dosen abfüllen. Das wirkt exklusiv, und es wird weniger gekauft.

Brand Manager: Also bitte! Wir wollen doch nicht weniger Bier verkaufen, wir wollen nur besser dastehen damit.

Creative Director: Gesundheit kommt immer gut. Wir füllen unser Bier in grüne Dosen und schreiben drauf «Sugar-free». Bei Coca-Cola hat das doch auch funktioniert.

Brand Manager: Unsere Dosen sind schon grün!! Und der Zucker im Bier heisst Alkohol.

Assistent: Echt jetzt?

Creative Director: Wir könnten einen Rappen pro Bier an das Blaue Kreuz spenden.

Brand Manager: Jetzt reicht's aber langsam. Wir sind doch nicht die Kirche.

Creative Director: Dann schreiben wir halt was auf die Dosen, was mit Verantwortung und so.

Brand Manager: Responsibility, das klingt doch gut! Aber ein bisschen zu streng, es soll ja niemandem wirklich die Lust am Trinken vergehen.

Assistent: Machen wir ein «Enjoy» vorne dran.

Brand Manager: «Enjoy the Responsibility». Wie bei Cola!

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