Liebesschlösser und Blutketten

Paare, die am Valentinstag eine Städtereise unternehmen, bringen vielleicht ein Liebesschloss bei einer Brücke an. Andere stehen eher auf körpereigene Präsente.

Drucken
Teilen
Liebesschlösser – Symbol für die ewige Liebe. (Bild: Fotolia)

Liebesschlösser – Symbol für die ewige Liebe. (Bild: Fotolia)

«Du und ich für immer»: Dieser und andere Liebesschwüre stehen auf den Vorhängeschlössern geschrieben, die bei der Hohenzollernbrücke in Köln hängen. Herzen und Kussmünder, Namen und Daten sind zu sehen. Und ist das Schloss beschriftet oder eingraviert, bringen es die Verliebten an dem Gitter zwischen Fussweg und Schienen an. Dann werfen sie den Schlüssel in den Fluss, küssen sich – und sind glücklich.

Strafe in Venedig

Wegen der Liebesschlösser ist die Hohenzollernbrücke in Köln zur Touristenattraktion geworden. Während sich die deutsche Stadt nicht an den Anhängseln stört, sind die Metallteile, welche die Liebe besiegeln sollen, auf der Milvischen Brücke in Rom nicht erlaubt. In Venedig riskiert man sogar eine Busse, wenn man sich beim Anbringen erwischen lässt.

Wer nicht der Typ für Liebesschlösser ist, verleiht seinen Gefühlen am Valentinstag vielleicht mit einem Geschenk Ausdruck. Mit Rosen, einem romantischen Nachtessen oder einem Skiausflug begnügen sich viele aber nicht mehr. Doch das müssen sie auch nicht – heutzutage kann man körpereigene Liebesbeweise verschenken. Etwa Blut, hübsch verpackt als Anhänger, oder eine Kette aus Haaren.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 14. Februar.