Lehrplan 21 bringt Fortschritt

Anscheinend wurde Paul mit einem harmlosen Kinder-Game gelockt. Was müssen Schulen unternehmen, um solches verhindern zu helfen?

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Thomas Merz Medienpädagoge, Pädagogische Hochschule Thurgau

Thomas Merz Medienpädagoge, Pädagogische Hochschule Thurgau

Anscheinend wurde Paul mit einem harmlosen Kinder-Game gelockt. Was müssen Schulen unternehmen, um solches verhindern zu helfen?

Medienbildung wird nach wie vor je nach Kanton oder nach Schulhaus sehr unterschiedlich gewichtet und unterrichtet. Wichtig ist, dass in jedem Schulhaus genügend Lehrer sind, die gerade solche Themen mit Schülern fundiert aufarbeiten können. Das braucht genügend Kenntnisse über die Medienwelt, in der sich Kinder und Jugendliche heute bewegen – und es braucht didaktische und pädagogische Kenntnisse, um Schüler in ihrer eigenen Kompetenz zu fördern, mit Medien kritisch umzugehen.

Solche Vorfälle zeigen, dass Medienkompetenz unverzichtbar ist. Im Zusammenhang mit dem Lehrplan 21 wurde darüber heftig diskutiert. Ist diese Kompetenz jetzt mit dem geplanten Modul Medien und Informatik gewährleistet?

Es ist tatsächlich so, dass der Lehrplan 21 die Basis legt, um Medienkompetenz wirksam und systematisch zu fördern. Allerdings stehen dazu in den meisten Kantonen nur sehr wenige Lektionen zur Verfügung. Hier sind die Kantone sowie die Schulen gefordert, dass Medienbildung zusätzlich zur ausdrücklichen Stunde auch nach wie vor in den andern Fächern integrativ unterrichtet wird. Aber der Lehrplan 21 bringt in jedem Fall einen entscheidenden Fortschritt. (Kn.)