Lebensmittelallergien werden häufiger

Studien des wichtigsten europäischen Allergie-Fachverbandes EAACI zeigen, dass 17 Millionen Europäer und jedes vierte Schulkind an Allergien leiden. In der Schweiz sind es nach dieser Berechnung drei Prozent der Bevölkerung, also 225 000 Menschen.

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Studien des wichtigsten europäischen Allergie-Fachverbandes EAACI zeigen, dass 17 Millionen Europäer und jedes vierte Schulkind an Allergien leiden. In der Schweiz sind es nach dieser Berechnung drei Prozent der Bevölkerung, also 225 000 Menschen. In unseren Nachbarländern sind es mit 3,5 Prozenten etwas mehr.

Am wenigsten Menschen mit Lebensmittelallergien hat es in Dänemark, gefolgt von Grossbritannien und Griechenland. Die EAACI hält die Annahme für verharmlosend, dass es sich dabei nur um lästigen Juckreiz, Schnupfen oder Durchfall handle. Arbeitsgruppen der EAACI hätten ermittelt, dass Spitaleinweisungen wegen Anaphylaxie, also lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen, heute zehnmal häufiger seien als vor zehn Jahren.

Die EAACI hat gestern deshalb auf dem Weltkongress für Allergie und Asthma in Mailand einen «Leitfaden für Lebensmittelallergien und Anaphylaxie» vorgestellt. Darin enthalten sind praktische Vorschläge für Ärzte und Patienten wie auch für Schulen, Vereine und die Lebensmittelindustrie. (Kn.)