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Lautes Publikum bei leisen Tönen

Phillip Bürkler

Bilanz Das Nordklang-Festival ist schweizweit einzigartig. Auf fünf Bühnen spielten gleichzeitig mehrere Bands und Künstlerinnen aus nordischen Ländern. Ein Konzept, das offensichtlich gut funktioniert. Am Samstag war das Nordklang-Festival einmal mehr ausverkauft. Geboten wurde dem Publikum ein breiter Einblick in das nordische Musik­schaffen.

Neben der musikalischen Kollaboration zwischen Christoph Pfändler, Adrian Würsch und der dänischen Mads Hanson Kapel, war eines der Highlights vom Samstagabend das Konzert von Mariam The Believer aus Schweden im Hofkeller. Die Band besteht aus zwei stimmgewaltigen Frauen. Frontfrau Mariam Wallentin reizte ihr Stimmorgan bis ans Äusserste aus und wechselte stimmlich zwischen Schreien, Kreischen und anderen oralen Geräuschen. Leider gab es im Publikum verschiedene Leute, die das Feingespür für die Musik, die Texte und die Sinnlichkeit nicht erkannten und ständig redeten, als seien sie in einem Bierzelt oder einem lauten Rockkonzert. Sogar dann redeten sie weiter, als Mariam Wallentin am Ende des Konzerts das Mikrofon zur Seite legte und ein Lied ohne Verstärkung zum Besten gab.

Festival ist geprägt von Authentizität und Sympathie

Im Palace spielte die dänische Psychodelic-Retro-Rockband De Underjordiske. «Die Unterirdischen» begeisterten das Rockpublikum, von denen einige bis Showende kurz vor halb eins vor der Bühne herumpogten. Musikalisch war das Konzert jedoch eher durchschnittlich und wenig innovativ, da es weltweit Millionen von Bands gibt, die ähnlich klingen. Der Witz wäre wahrscheinlich gewesen, die dänischen Songtexte zu verstehen, was beim grössten Teil des Publikums jedoch nicht der Fall gewesen sein dürfte. Gefehlt hat nach den Konzerten ein nordischer DJ, der den Sound noch etwas länger in die frostige Nacht getragen hätte.

Das Nordklang-Festival ist in seiner konzeptuellen und musikalischen Ausrichtung einzigartig. Die aufgetretenen Künstler und die unentgeltlich engagierten Macher des Anlasses eint eine Authentizität und Ehrlichkeit, die sich auf das Publikum überträgt.

Phillip Bürkler

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