Lausanner Forscherin entwickelt Klick-Berater

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Digital Lohnt sich der Klick auf einen Link, oder gibt man damit zu viel Privates preis? Bei dieser Frage soll künftig ein Algorithmus als «Klick-Berater» helfen, den Mahsa Taziki von der ETH Lausanne (EPFL) entwickelt hat. Online-Empfehlungen, die auf früheren Klicks und Käufen beruhen, können durchaus nützlich sein. Wie viele private Informationen bei jedem Klick abgesammelt werden, ist jedoch für die Internetnutzer nicht ersichtlich.

Der neue Algorithmus soll dies transparenter machen. Er bewerte laut EPFL, wie viele Informationen durch den Klick gesendet werden, und setze diese ins Verhältnis zum Nutzen, den der Klick dem Nutzer bringt. Das System zeigt anschliessend durch einen Farbcode an, wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis für jeden möglichen Klick aussieht. «Manche Klicks sind sehr nützlich und beeinträchtigen kaum die Privatsphäre, andere sind das genaue Gegenteile», sagt Mahsa Taziki. Anders als Werbeblocker, die alle Werbung gleichermassen unterdrücken, berät der neue Algorithmus nur, welche Klicks sich lohnen und welche nicht. Der Nutzer entscheidet letztlich immer noch selbst, ob er etwas anklicken und anschauen möchte.

Noch ist das soeben patentierte System nicht marktreif, Taziki will es nun weiterentwickeln. Geplant ist unter anderem eine «Browser-Extension», die beim Surfen warnt, wenn eine Website sich zu viele Freiheiten mit persönlichen Informationen der Nutzer erlaubt. (sda)