Lästern, bis es besser geht

Lena Gercke spielt nun also Prominenten Streiche, auf Pro7, am Samstagabend. Aus dem ersten Germany's Next Topmodel ist somit eine Moderatorin geworden. Doch nicht alle sind begeistert.

Diana Bula
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Lena Gercke spielt nun also Prominenten Streiche, auf Pro7, am Samstagabend. Aus dem ersten Germany's Next Topmodel ist somit eine Moderatorin geworden. Doch nicht alle sind begeistert. Das Medienportal Meedia bezeichnet «Prankenstein» als «eine Drei-Stunden-Sendung mit dem Inhalt von zehn YouTube-Clips». «Alles eher Pommes rot-weiss als Filet vom Kobe-Rind», schreibt «Die Welt». Der fieseste Kommentar stammt jedoch von einer Kandidatin, die ebenfalls bei «Germany's Next Topmodel» teilgenommen (aber nicht gewonnen) hat. «Sorry Lena, bleib beim Modeln… Bernd das Brot hätte die Sendung unterhaltsamer gemacht», postet Sarah Knappik (Bild) auf Facebook. Puren Neid unterstellen ihr viele nun. Sie hat es schliesslich nur ins Dschungelcamp geschafft, Gercke in die Primetime.

Wer über andere lästert, tut das, um sich selber besser zu fühlen. Sagen die Psychologen. Andere Stars schnöden öffentlich, um wieder mal in der Presse zu erscheinen. Beides ist ein Zeichen von Schwäche. Wenn Gwyneth Paltrow schlecht über Kate Moss redet («Ich gehe joggen, damit ich nicht so aussehe wie du, wenn ich älter bin.») oder Brad Pitt über seine Ex-Partnerin Jennifer Aniston meckert («Ich suchte vergeblich nach Dingen, die mich inspirieren würden.»), ist das zwar gemein, aber amüsant. Drum lesen viele trotzdem mit, auch Männer übrigens. Danach geht es uns prächtig. Fast so, als hätten wir selber gelästert.