Labskaus

Ein Durcheinander von Kartoffeln und undefinierbarem Fleisch mit dem Geschmack nach Hering und dem Aussehen von Erbrochenem, drauf ein Spiegelei: So beschrieb der Schweizer Schriftsteller Walter Schenker vor 25 Jahren im Roman «Am andern Ende der Welt» den Labskaus, eine norddeutsche Spezialität.

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Ein Durcheinander von Kartoffeln und undefinierbarem Fleisch mit dem Geschmack nach Hering und dem Aussehen von Erbrochenem, drauf ein Spiegelei: So beschrieb der Schweizer Schriftsteller Walter Schenker vor 25 Jahren im Roman «Am andern Ende der Welt» den Labskaus, eine norddeutsche Spezialität. Die Passage machte nicht wirklich Appetit, der kuriose Begriff anderseits blieb haften. Nach langer Reifezeit (und Distanznahme) war nun die Neugier grösser. Labskaus bedeutet je nach Quelle «gute Schüssel», «leicht zu Kauendes» oder «Speise für Flegel». Und er ist gepökeltes Rindfleisch und Zwiebeln, die mit Gewürzen gegart, zerkleinert und mit zerquetschten Kartoffeln zu einem Mus verbunden, mit Muskatnuss und Pfeffer gewürzt und mit Spiegelei, Matjesfilet, Gewürzgurken und Randen angerichtet werden. (Hn.)

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