Küngs Erinnerungen

Hans Küng (85) ist emeritierter Professor für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Gründer der Stiftung Weltethos.

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Hans Küng (85) ist emeritierter Professor für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Gründer der Stiftung Weltethos. Wer den zweiten Band von Küngs Erinnerungen mit dem Titel «Umstrittene Wahrheit» aufschlägt, taucht sogleich ein in die turbulente Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Brillant formuliert, berichtet der Schweizer Theologe nicht nur von den römischen Provokationen wie etwa dem Mischehen-Dekret oder der «Pillen-Enzyklika», sondern auch vom Ränkespiel unter den bedeutendsten Theologen jener Zeit.

Die Leser erleben und durchleiden Küngs unermüdlichen Kampf – Stichworte dazu sind beispielsweise: «Unfehlbarkeit» (1970), «Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis» (1979), «Ratzinger» (2006). Das Buch ist ein herausragendes, kirchen- und zeitgeschichtliches Zeugnis des unbestechlichen Gangs und des ermutigenden Engagements letztlich für die Sache Jesu. Mitte April verabschiedet sich der Schweizer Theologe in Luzern und übergibt das Präsidium der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche an Erwin Koller. (wsb)

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