Kritische Kunden bei Detailhändlern

Zusatzstoffe sind bei vielen Konsumenten wegen möglicher Unverträglichkeitsreaktionen negativ behaftet, sagt Denise Stadler von Coop.

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Zusatzstoffe sind bei vielen Konsumenten wegen möglicher Unverträglichkeitsreaktionen negativ behaftet, sagt Denise Stadler von Coop. Der Detailhändler stellte 180 Produkte auf eine Rezeptur ohne unerwünschte Zusatzstoffe um und sammelte 48 Zusatzstoffe, die mögliche Unverträglichkeitsreaktionen auslösen können, obwohl diese Reaktionen selten seien. Auf die 48 Stoffe – darunter E235 und E310 – werde bei Eigenmarken «wenn immer möglich» verzichtet. Bei schwefelhaltigen Stoffen wie Schwefeloxid (E220) und Kaliumhydrogensulfit (E228) kommt es häufiger zu Unverträglichkeitsreaktionen, so Stadler. Coop versucht sie aus seinen Produkten zu entfernen. Alle Essige der Eigenmarken sind auf eine Rezeptur ohne Schwefel umgestellt. Coop will auch auf die umstrittenen Azofarbstoffe verzichten.

Migros-Kunden stehen Zusatzstoffen oft kritisch gegenüber, sagt Monika Weibel vom Detailhändler. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen und strenger gesetzlicher Richtlinien. Migros komme dem Bedürfnis nach Lebensmittel mit möglichst wenig Zusatzstoffen nach. Es gelte der Grundsatz: So viel wie nötig – so wenig wie möglich. So verzichtet Migros auf Azofarbstoffe. Ebenfalls gelten für Kinderlebensmittel der Marke Lilibiggs strenge Bestimmungen. Bei diesen Produkten sind keine Geschmacksverstärker, Süssungsmittel und Konservierungsmittel enthalten. Ausnahme: die Süssungsmittel im Kinderzahnpflege-Kaugummi.