«Kreuz», Frauenfeld: Ein Lob dem Sonntagsbraten

Beim Apéro im Goethe-Stübli des «Goldenen Kreuzes» in Frauenfeld unterhalten wir uns darüber, wie oft wir hier schon im Kreis der Familie zusammengesessen sind. In fröhlichen Stunden feierten wir an diesem Ort Konfirmation oder Firmung, runde Geburts- oder Hochzeitstage.

Andreas Bauer
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"Zu Tisch" Picto (Bild: Andreas Bauer)

"Zu Tisch" Picto (Bild: Andreas Bauer)

Beim Apéro im Goethe-Stübli des «Goldenen Kreuzes» in Frauenfeld unterhalten wir uns darüber, wie oft wir hier schon im Kreis der Familie zusammengesessen sind. In fröhlichen Stunden feierten wir an diesem Ort Konfirmation oder Firmung, runde Geburts- oder Hochzeitstage. Aber auch in traurigen Momenten, nachdem wir Abschied von einem Familienmitglied nehmen mussten, versammelten wir uns hier. Das «Goldene Kreuz», so wird uns bewusst, zieht sich wie ein roter Faden durch Höhen und Tiefen unseres Lebens.

Diesmal ist es kein Familienanlass, der uns ins «Kreuz» führt. In einer Zeit, in der das sonntägliche Mittagessen weitgehend vom Brunch abgelöst worden ist und immer mehr Gasthäuser am Sonntag geschlossen bleiben, steht uns der Sinn wieder einmal nach einem richtigen Sonntagszmittag. Und wenn schon traditionell, dann bitte gleich mit einem Sonntagsbraten. Für dieses Vorhaben ist das «Goldene Kreuz» die goldrichtige Adresse. Wir entscheiden uns für das Menu mit vier Gängen (69.50).

Fisch und Sauerkraut

Wie bei fast jedem Besuch im «Kreuz» starten wir mit der Thurgauer Rieslingschaumsuppe. Mit ihrem speziellen Aroma vermag uns diese leichte Suppe einmal mehr zu begeistern. Das gilt gleichermassen für den Zwischengang, eine kleine Portion gebratener Eglifilets. Dazu gibt es nicht wie gewohnt Kartoffeln oder Reis, sondern herrlich schmeckendes, sämiges Champagner-Sauerkraut, mit Rahm verfeinert und mit Kartoffel gebunden.

Gut gelaunt freuen wir uns nun bei einem feinen Glas Valpolicella (Amarone Classico, 12.–/dl) auf den marinierten Kalbsbraten. Eine Köstlichkeit, die wir immer wieder gern geniessen und die im «Kreuz» übrigens nicht nur am Sonntag, sondern auch an allen anderen Tagen der Woche angeboten wird.

Zwölf Stunden im Ofen

Das Fleisch, so lesen wir auf der Karte, wird während zwölf Stunden bei 84 Grad gegart. Als Beilagen werden Rosmarin-Kartoffeln und knackige Gemüse (Rüebli, Kefen, Kohlräbli, Bohnen) serviert.

Zum Dessert verzichten wir für einmal auf die schon fast legendäre Thurgauer Süssmostcrème und geben dem kräftigen Uesslinger Blauschimmelkäse den Vorzug.

Unser Eindruck: Beat Jost, sein Küchenchef Christoph Komarnicki und das ganze «Kreuz»-Team erbringen seit Jahren jeden Tag eine tolle Leistung. Unsere Erwartungen sind bei jedem Besuch hoch und wir wurden noch nie enttäuscht.

Gasthof zum goldenen Kreuz, Frauenfeld Zürcherstrasse 134, 052 725 01 10 www.goldeneskreuz.ch Öffnungszeiten: Täglich geöffnet Karte: Sonntagsmenu mit drei bis sechs Gängen 64.50 bis 89.50; mit Wein, Mineralwasser und Kaffee 95.50 bis 135.50