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Kontaktpflege geht auch ohne Facebook

Zürich ist ziemlich in Festlaune. Nicht nur hundert Jahre Dada gilt es zu zelebrieren, sondern auch den 500. Geburtstag des Naturforschers Conrad Gessner, der auch als «Leonardo da Vinci der Schweiz» bezeichnet wird. An der Aufarbeitung seines Lebens und Wirkens war auch der St.
Beda Hanimann
Yellow line notepad with pen on top isolated on a white background. (Bild: Beda Hanimann)

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Zürich ist ziemlich in Festlaune. Nicht nur hundert Jahre Dada gilt es zu zelebrieren, sondern auch den 500. Geburtstag des Naturforschers Conrad Gessner, der auch als «Leonardo da Vinci der Schweiz» bezeichnet wird. An der Aufarbeitung seines Lebens und Wirkens war auch der St. Galler Altphilologe Clemens Müller beteiligt. Er machte mich darauf aufmerksam, dass es da auch einen St. Galler Link gebe: Gessner hat mit dem Reformator und Bürgermeister Vadian sowie dem St. Galler Theologen Josua Kessler in Briefkontakt gestanden.

Einige von Gessners Briefen nach St. Gallen liegen in der Vadianischen Sammlung der Ortsbürgergemeinde. Müller und die Historikerin Rezia Krauer haben sie für mich hervorgesucht. Grossartig! Da liegen diese Blätter, vor über 450 Jahren geschrieben. Die Briefe waren gleichzeitig Umschläge, sie wurden einfach geschickt gefaltet, wie es bis in die Neuzeit mit den lichtblauen Luftpostbriefen gehandhabt wurde. Und als Adresse reichte eine Notiz wie «Dem geschätzten und treuen Freund Josua Kessler in Sankt Gallen».

Briefsammlungen wie diese machen bewusst: Die Menschen früherer Epochen hockten nicht isoliert in ihren Stuben und Städten. Da war schon vor Jahrhunderten ein permanenter Austausch, man korrespondierte über Persönliches und Weltbewegendes. Und wusste also sehr wohl Bescheid, was anderswo lief. Klar war das Tempo des Austauschs ein anderes. Dafür brauchte auch keiner mit einem Display vor der Nase herumzutappen, um ja keine Botschaft zu verpassen.

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