Kommentator aus Leidenschaft

Der wohl bekannteste Sportmoderator der Schweiz geht schrittweise in Pension. Im Interview erläutert der 66-Jährige, dass er ein zweites Buch in der Pipeline hat.

Urs Nobel/Sebastian Keller
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Beni Thurnheer im Interview mit der Ostschweiz am Sonntag. (Bild: Urs Bucher)

Beni Thurnheer im Interview mit der Ostschweiz am Sonntag. (Bild: Urs Bucher)

Herr Thurnheer, Udo Jürgens sang «mit 66 Jahren, da fängt das Leben an». Trifft das auch auf Sie zu?

Beni Thurnheer: Das gilt für mich wie für alle andern Menschen dieses Alters. Ich empfinde diese Aussage eher als Durchhalteparole. Realistischer für mich tönt aber die Formulierung: «Mit 66 Jahren, da hört das Leben noch nicht auf.» In meinem Alter fängt man einfach an, das Alter zu spüren. Diese Tatsache soll man nicht verdrängen, sondern akzeptieren.

Ihr Weg in die Pension ist ein Abschied in Raten. Wo setzen Sie dabei die Prioritäten?

Thurnheer: Wenn man sich so engagiert und der Beruf einen solch grossen Anteil im Leben hat, könnten Entzugserscheinungen auftreten. Seit ich 60 wurde, arbeite ich deshalb jedes Jahr zehn Prozent weniger. Der Abschied hat deshalb schon vor sechs Jahren angefangen, ich lande also sanft und stürze nicht ab.

Arbeiten Sie an einem zweiten Buch?

Thurnheer: Ein zweites Buch ist tatsächlich in der Pipeline. Ein explizites Thema ist aber ebenso wenig formuliert wie der Zeitpunkt, mit Schreiben anzufangen. Aber es ist gut denkbar, dass ich mich nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio konkreter damit befasse.

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