KINO: Publikumsrekord in Zürich

Gestern ging das diesjährige Zurich Film Festival zu Ende. Zu den Gewinnern gehörte eine Schweizerin.

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Das 13. Zurich Film Festival ist gestern zu Ende gegangen. «Blue My Mind», das faszinierende Coming-of-Age-Drama der Zürcher Filmemacherin Lisa Brühlmann, heimste drei Auszeichnungen ein. An der Award Night vom Samstagabend im Zürcher Opernhaus wurden ihr das Goldene Auge für den besten Film in der Kategorie «Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich» sowie der Kritikerpreis verliehen. Die Genfer Regisseurin Maryam Goormaghtigh erhielt für ihren Erstling, das Roadmovie «Avant la fin de l’été», den mit 10 000 Franken dotierten Förderpreis für den besten Schweizer Film. Der filmische Essay «Die Gentrifizierung bin ich: Beichte eines Finsterlings» des Filmemachers Thomas Hämmerli verlor das Rennen um das Goldene Auge für den besten internationalen Dokumentarfilm zwar gegen «Machines» von Rahul Jain. Die witzige Einordnung der in der Schweiz so oft benutzten Begriffe «Gentrifizierung» und «Dichtestress» wurde an der Preisverleihung allerdings lobend erwähnt.

Das Goldene Auge in der Kategorie «Internationaler Spielfilm» ging an Regisseurin Kirsten Tan aus Singapur für «Pop Aye», ebenfalls ein Roadmovie über den Fussmarsch eines Architekten mit einem Elefanten.

Trotz strafferem Programm (160 Filme, 172 im Vorjahr) kann das Zurich Film Festival (ZFF) in seiner 13. Ausgabe einen Publikumsrekord verzeichnen. Mit 98 300 Besucherinnen und Besuchern ist die Zuschauerzahl um 8,5 Prozent gestiegen. (sda)