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Keine Subventionen für jene, die Pestizide spritzen

Bruno Knellwolf

Qualität Die Trinkwasser-Initiative verlangt, dass nur noch diejenigen Landwirtschaftsbetriebe mit Direktzahlungen oder Subventionen unterstützt werden, die keine Pestizide einsetzen. Und jene, die in ihrer Tierhaltung ohne prophylaktischen Antibiotikaeinsatz auskommen und nur so viele Tiere halten, wie sie ohne Futtermittelimporte ernähren können. Nitrate, Pestizide und ihre Abbauprodukte, Rückstände von Medikamenten würden in Gewässer und Grundwasser ­geschwemmt und beeinflussten so die Qualität des Trinkwassers, schreiben die Initianten.

Das Trinkwasser in der Schweiz, hat gemäss Eawag hohe Qualität und wird aus drei verschiedenen natürlichen Ressourcen gewonnen. Rund 40 Prozent stammen aus Quellen, weitere 40 Prozent aus Grundwasserströmen und die restlichen 20 Prozent aus Seewasser. Die Schweizer Wasserversorgungen fördern jährlich etwa eine Milliarde Kubikmeter Trinkwasser. «In der Schweiz wird das Trinkwasser nicht chloriert», sagt Christian Stamm vom Wasserforschungsinstitut Eawag. Ein Drittel des Trinkwassers wird ohne jede Aufbereitung ins Netz eingespeist. Ein weiteres Drittel wird in einer Entkeimungsanlage aufbereitet mit Ozon oder UV-Strahlung, das letzte Drittel muss mehrstufig aufbereitet werden. Trotz der hohen Qualität trinken Herr und Frau Schweizer nicht nur Hahnenburger, sondern rund 100 Liter Mineralwasser aus Flaschen, was in der Ökobilanz keine guten Resultate ergibt. Trotz der hohen Trinkerwasserqualität werden im Handel verschiedene Methoden angepriesen, um die Qualität zu verbessern. Die Eawag bezeichnet einige als ­esoterische Heimanwendungen, deren Wirkungen wissenschaftlich nicht nachvollziehbar seien. Das gelte auch für angeblich im Wasser gespeicherte Informationen, wie die Eawag schreibt.

Die meisten Heimanlagen, die vorgeben, Wasser zu verbessern oder länger haltbar zu ­machen, seien unnötig und ­wissenschaftlich nicht überprüfbar. ­Magnetanlagen könnten die Kalkablagerungen vermindern, es sei aber nicht restlos geklärt, in welchen Fällen sie funktionierten. Wasserrohre oder schlechte Hausinstallationen, in denen Wasser lange lagert, könnten die gute Wasserqualität tatsächlich auf den letzten Metern bis zum Lavabo schmälern. Das Problem könne aber leicht aus der Welt ­geschafft werden: den Hahnen zwei, drei Minuten lang laufen lassen, und dann Prost Hahnenburger!

Bruno Knellwolf

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