Jetzt neu mit ganz viel Barbara drin

Barbara Schönenberger, ihres Zeichens Deutschlands bekannteste und lustigste Fernsehfrau, hat jetzt ihre eigene, gleichnamige Zeitschrift.

Katja Fischer De Santi
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Barbara Schönenberger, ihres Zeichens Deutschlands bekannteste und lustigste Fernsehfrau, hat jetzt ihre eigene, gleichnamige Zeitschrift. Sie posiert nicht nur im engen Victoria-Beckham-Kleid auf dem Cover, sie hat auch das Editorial geschrieben, plaudert mit Sarah Connor über Männer und Sex, lästert über Modetrends und gibt Einrichtungstips. Barbara überall.

All den Annabelles und Brigittes macht jetzt also eine selbstironische, fehlerhafte und souveräne Frau aus Blut und erfreulich viel Fleisch Konkurrenz. Und wie! Diese Woche druckt das Verlagshaus Gruner + Jahr wegen der grossen Nachfrage 50 000 zusätzliche Exemplare. Das kommt nicht so oft vor. Welchen Nerv trifft dieses Heft? Beim Durchblättern wird klar: Wirklich revolutionär ist daran nichts. Auf dem Cover verspricht «Barbara» noch «ohne Diät, Work-out und To-do-Listen». Dafür folgen dann Hinweise, wie frau zum Orgasmus kommt, wie sie Overknee-Stiefel richtig trägt und wie der Zopf diesen Herbst um den Kopf geschlungen werden muss. Und wenn auch angenehm wenig Mode- und Beauty-Artikel vorkommen, so erledigen die Hochglanzanzeigen, was «Barbara» redaktionell nicht sein will: allzu perfekt. Alles wie immer, einfach mit Frau Schönenberger vorne drauf? Nicht ganz, der Ton ist ein anderer. Witziger, lebenslustiger und mit dem Wissen, dass die richtige Nagellackfarbe nicht über Sein oder Nichtsein entscheidet.