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JAGDTROPHÄEN: Bern erlaubt Elefantentrophäe

In die Schweiz darf man Löwenfelle und Elefantenköpfe noch als Trophäen einführen – unter strengen Vorschriften.
Hansruedi Kugler

«Killer als Naturschützer?» lautet der Titel des gestrigen Artikels über westliche Jäger, die in Afrika geschützte Wildtiere schiessen und sie als Trophäen mit nach Hause nehmen. Nach dem Abschuss des Löwen Cecil 2015 durch einen amerikanischen Zahnarzt war die Empörung international gross. Frankreich, Holland und Australien erliessen ein Importverbot für Jagdtrophäen von Tieren, die in ihrer Art bedroht sind. Das sind in erster Linie Elefanten, Nashörner, Löwen, Giraffen und Leoparden.

Elefantentrophäen dürfen aber in den meisten Ländern weiterhin eingeführt werden. So auch in die Schweiz. Hobbyjäger führten zwischen 2010 und 2016 80 Elefantentrophäen in die Schweiz ein. Dies geht aus einem parlamentarischen Vorstoss hervor, den die grüne Nationalrätin Aline Trede eingereicht hatte. Die Abstimmung im Nationalrat allerdings verlor sie: Dank der bürgerlichen Mehrheit im Nationalrat wurde die Motion im Sommer 2017 mit 118 zu 72 Stimmen abgelehnt. Der Nationalrat war damit dem Bundesrat gefolgt. Dieser erachtet multilaterale Abkommen als zielführender für den Schutz bedrohter Tierarten und stützt sich dabei auf das Washingtoner Artenschutzabkommen aus dem Jahr 1973. Rund 5000 Tiere stehen auf der entsprechenden Liste gefährdeter Arten, rund 1000 von ihnen gehören zur ersten Kategorie von Tieren, die vom Aussterben bedroht sind. Gemäss diesem Abkommen sind Export und Import solcher Jagdtrophäen von Löwen, Nashörnern, Elefanten, Tiger, aber auch bestimmter Menschenaffen in Ausnahmefällen zulässig. Auch in der Schweiz. So müssen die Jäger in jedem einzelnen Fall nachweisen, dass der Abschuss des Tieres die Arterhaltung nicht beeinträchtigt hat oder dass das Verbreitungsgebiet der entsprechenden Population nicht gefährdet wurde. Deshalb ist zum Beispiel der Import von Schals aus der Wolle der Tibetantilope verboten. Die Art ist nicht domestizierbar und ist durch die Jagd akut vom Aussterben bedroht.

Hansruedi Kugler

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