In die Vorstadt verbannt

Während für die «Desperate Housewives» die letzte Staffel anläuft, startet morgen die neue US-Serie Suburgatory. Schauplatz ist erneut ein hübscher Vorort – nur dass er für die junge Tessa die Hölle ist. Martin Weber

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suburgatory zoo lukas dumelin jane levy

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Willkommen in der Vorstadthölle: Das heisst es für die New Yorker Stadtgöre Tessa (Jane Levy), die es aus Manhattan in den öden Vorort Chatswin verschlägt. In der Serie wimmelt es von in jeder Beziehung aufgemotzten und tratschsüchtigen Müttern, merkwürdigen Nachbarn und anderen schrägen Provinzgestalten, die hinter schneeweissen Lattenzäunen und auf sattgrünen Rasenflächen ihr Unwesen treiben. Zum Entsetzen des kessen Stadt-Teenagers Tessa, der dem teilweise skurrilen Treiben fassungslos gegenübersteht und sich in der feindlichen Umgebung behaupten muss, was dank liebenswerter Details und lustiger Dialoge rundum vergnüglich anzusehen ist.

Vater findet Kondome

Tessa ist nicht alleine von Manhattan nach Chatswin gezogen, sondern im Schlepptau ihres Vaters George (Jeremy Sisto), der seine minderjährige Tochter unbedingt vor den Gefahren der Grossstadt bewahren möchte. Nachdem der Architekt Kondome im Zimmer seiner Tochter entdeckt hatte, fasste er kurzerhand den Entschluss zum Umzug aus der Stadt aufs Land – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen für beide. Der Serientitel «Suburgatory» ist eine Kombination aus den englischen Wörtern Suburb (Vorort) und Purgatory (Fegefeuer) und bedeutet so viel wie Vorstadthölle.

Falsche Brüste im Pool

In den ersten beiden Episoden sind Tessa und George nahezu erschlagen von der perfekt anmutenden Welt, die sich ihnen an ihrem neuen Wohnort bietet: Die Einfamilienhäuser sehen alle wie neu aus, die Hecken sind akkurat gestutzt und die Geländewagen der Vorortbewohner, mit denen die penibel geschminkten und frisierten Mütter ihre Töchter zur Schule bringen, schimmern in makellosem Glanz. George lässt sich von seinem alten Kumpel Noah (Alan Tudyk) in die Geheimnisse der Vorstadt einweisen und erklären, warum so viele Frauen Brustimplantate haben, die nicht nur imponierend aussehen, sondern auch im Swimmingpool nützlich sind – sie halten ihre Besitzerinnen nämlich ganz ohne eigenes Zutun an der Wasseroberfläche. Tessa wird derweil von ihren neuen Mitschülerinnen gemobbt, die sie wegen ihrer lässigen Klamotten für eine Lesbe halten, und lernt in der koketten Nachbarin Dallas (Cheryl Hines) die Verkörperung einer Vorortlady kennen. Doch gerade die vermutlich oberflächliche Dallas scheint auch menschliche Qualitäten zu haben, wie sich bald zeigt.

Suburgatory, läuft ab morgen, jeweils mittwochs, 22.15 Uhr bei Pro Sieben

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