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In der grauen Hölle

Im grünen Bereich
Katja Fischer De Santi

Einen Vorsatz, den ich dieses Jahr gefasst habe, ist, weniger Zeit in Gartencentern und mehr Zeit im Garten zu verbringen.Aber es kommt der Moment, da geht es nicht ohne. Der Salbei hat den rabiaten Rückschnitt im Herbst nicht überlebt, die Hortensien brauchen neue Erde und unter dem Briefkasten herrscht eine Ödnis, da kann nur noch der dauerblühende kriechende Phlox etwas ausrichten. Also ab ins Gartencenter. Geht ja ganz fix.

Doch schon auf dem überfüllten Parkplatz sinkt die Stimmung unter den Gefrierpunkt. Drinnen könnte die schöne Gartenwelt nicht weiter entfernt sein. Es piepst und rauscht aus den Lautsprechern, als ob man Kunden wie Katzen verscheuchen wollte. Alles ist mit «Sonderangeboten» und «Rabattaktionen» vollgestellt. Die Ladenfläche ist so gross, dass man zuerst seine Kinder, dann die Orientierung und schlussendlich den Verstand verliert. Selbst die Mitarbeiter scheinen nur vage zu wissen, was sich genau alles in diesen Hallen befindet. «Gehen Sie immer weiter in diese Richtung und fragen Sie sich dann dort durch.» Nach fast zwei Stunden finde ich meinen Jüngsten auf einem riesigen Rasenmäher sitzend («den will ich»), meinen Mann bei den Bohrmaschinen (wo sonst?) und mich selbst mit zwei grossen Farbkesseln in der Hand, «war gerade Aktion». Phloxe waren hingegen ausverkauft.

Katja Fischer De Santi

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