"Immer wieder zu schnell unterwegs"

RHEINFELDEN. Fünf Männer im Alter zwischen 24 und 34 Jahren sind am frühen Samstagmorgen in Rheinfelden bei einem Selbstunfall in einem Auto verbrannt. Zwei Frauen überlebten den Unfall auf einer Waldstrasse schwer verletzt. Der Unfallhergang wird derzeit noch ermittelt, für Anwohner ist die Unglücksursache jedoch klar: überhöhte Geschwindigkeit.

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Das augebrannte Fahrzeug nach dem Selbstunfall. (Bild: KANTONSPOLIZEI AARGAU)

Das augebrannte Fahrzeug nach dem Selbstunfall. (Bild: KANTONSPOLIZEI AARGAU)

Über die Gründe des Unfalls will man sich bei der Aargauer Kantonspolizei noch nicht äussern. Polizeisprecher Max Suter verwies am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda auf die noch laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Rheinfelden-Laufenburg.

Bekannt für schnelle Fahrten
Für Anwohner ist die Unglücksursache jedoch klar. Wie einer von ihnen gegenüber Tele M1 sagte, ist der Strassenabschnitt im Wald vor dem Quartier Alte Saline bekannt dafür, dass immer wieder zu schnell gefahren wird, obwohl nur 40 km/h erlaubt sind. Anwohner verlangten seit Jahren verkehrsberuhigende Massnahmen und Geschwindigkeitskontrollen.

Die sieben jungen Leute hatten sich zuvor in einer Bar in Rheinfelden aufgehalten. Zu siebt stiegen sie in einen Personenwagen, in dem knapp fünf Personen Platz finden.

Fünf Leichen erst nachträglich entdeckt
Der Wagen prallte beim Unfall zuerst gegen einen Kandelaber und dann gegen einen Baum. Danach fing er Feuer. Als die Polizei und Feuerwehr am Unfallort eintrafen, kümmerten sich die Einsatzkräfte um die beiden ausserhalb des Autos liegenden Frauen. Nachdem der Brand gelöscht war, stellten die Einsatzkräfte fest, dass sich im Auto noch fünf verkohlte Leichen befanden.

Bei vier der fünf tödlich Verunfallten handelt es sich um Personen aus der Region. Das fünfte Opfer hatte sich als serbischer Tourist der Gruppe angeschlossen. Auch die beiden Frauen stammen aus der Region. Ihr Gesundheitszustand ist stabil. (sda)