Im Irrtum bis zum Ende

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Spick September 2017

Vor 525 Jahren hat Christoph Kolumbus Amerika entdeckt. Doch als er am 12. Oktober 1492 die Bahamas-Inseln erreicht, hält sich Kolumbus nicht für den Entdecker Amerikas, er glaubt nämlich in Indien gelandet zu sein. Denn im 15. Jahrhundert waren Produkte aus Asien begehrt und der Italiener wollte nur den schnellsten Weg nach Asien finden. Da er, wie andere Gelehrte dieser Zeit, nicht mehr daran glaubt, dass die Erde eine Scheibe sei, wagt er sich über den Atlantik und landet in Amerika. Die Einheimischen nennt er Indios. Bis zu seinem Tod 1506 bringt ihn nichts von seinem Irrtum ab. Der erste Europäer in Amerika war Kolumbus aber sowieso nicht, schon 500 Jahre zuvor waren die Wikinger dort, allerdings hatten diese es nur bis Grönland geschafft.

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GEO 08/2017

Das Lob der Unvernunft

«Ein Mann kann nicht nur einfach herumsitzen», sagte sich Larry Walters und band 42 heliumgefüllte Wetterballone an einen Gartenstuhl. So schwebte er in die Höhe und verlor dabei das Gewehr, mit dem er die Ballone zum Platzen bringen wollte, um sachte zu landen. Schliesslich verhedderte er sich in einer Hochspannungsleitung und blieb, völlig überraschend, unverletzt. Warum macht ein rationales Wesen wie der Mensch so einen Unfug? Unvernunft schadet, ist aber nicht auszurotten. Das Törichte kann aber auch nützlich sein, weil eine blöde Idee vielleicht zu einer Innovation führt. Kollektive Dummheit schadet aber in der Regel.

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GEO Special Reisen. Entdecken. Erleben. 1/2017

Naturwunder garantiert

Nach den Ferien ist vor den ­Ferien. Wer sich in den Süden ­Afrikas traut, wird dort im unberührten, fast menschenleeren ­Botswana auf die grösste Elefanten-Population der Welt treffen. 130000 Tiere leben dort im Himmelreich für Elefanten. Weniger gut geht es den Geparden in Namibia. Dort leben nur noch 3000 Geparde, die von den Farmern gejagt werden.

Bruno Knellwolf