Ignoriert werden ist schlimmer als eine Absage

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Psychologie Schon kleinste Zeichen von Aufmerksamkeit reduzierten den Kummer, hält eine gestern publizierte Studie fest. An ihr waren die Basler Fakultät für Psychologie, aber auch die Purdue University in Indiana USA beteiligt. Erfolglosigkeit bei einem Auswahlverfahren werde als Zurückweisung erlebt, die einem sozialen Ausschluss gleichkomme. Diese jedoch gefährde fundamentale Bedürfnisse der Menschen wie Zugehörigkeit oder Selbstwertgefühl.

Die Studie untersuchte die Rahmenbedingungen, wie solche Situationen erträglicher zu machen sind. Dies geschah unter anderem mit virtuellen Spielen oder einer fiktiven Wohnungssuche. Dabei habe sich gezeigt, dass selbst eine unfreundliche Absage weniger unangenehm sei als gar keine Reaktion. Die Forschungsergebnisse betonten entsprechend die Bedeutung der Aufmerksamkeit während Auswahlprozessen, schreibt die Uni Basel. Diese sollten Personalverantwortliche, Unis oder Vermieter im Alltag berücksichtigen.

Auch seien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zufriedener, wenn sie berechtigte Kritik an ihrer Arbeit erhalten, als wenn sie ohne Rückmeldung gelassen werden. Soziale Zurückweisung könne für die Betroffenen genauso schlimm sein wie Aggression oder Mobbing, hiess es weiter. (sda)

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