«Ich kann nicht singen»

Heute abend geht es wieder los mit «The Voice of Switzerland». Auch Rapper Stress, der letztes Mal den Wettkampf der Coaches gewonnen hat, bewertet erneut Talente – und gibt Schuh- statt Gesangstips.

Vera Pfister
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Mit dem roten Buzzer schickt Stress Talente eine Runde weiter. (Bild: SRF)

Mit dem roten Buzzer schickt Stress Talente eine Runde weiter. (Bild: SRF)

Stress, die Gewinnerin vom letzten Jahr, Nicole Bernegger, stammte aus Ihrem Team. Nun treten Sie abermals gegen die Coaches Stefanie Heinzmann, Marc Sway und Philipp Frankhauser an.

Stress: Genau, schliesslich habe ich einen Titel zu verteidigen! Diese Herausforderung nehme ich an. Ausserdem war die erste Staffel von «The Voice of Switzerland» ein gutes Erlebnis: Leute aus so vielen verschiedenen Musikbereichen, respektive Musikstilen, kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten, fand ich toll.

Was halten Sie von Ihrer Juroren-Konkurrenz?

Stress: Ich schätze sie alle sehr und habe Respekt vor ihrer Arbeit. Unsere Zusammenarbeit ist gut: Auch wenn wir uns manchmal piesacken, versuchen wir dennoch, einander zu unterstützen, soweit möglich. Die Entscheidungen, die wir treffen, sind zum Teil sehr emotional.

Bei den «Blind Auditions», die heute starten, wählen Sie «blind» Ihre Schützlinge aus. Was braucht es, damit Sie den Buzzer drücken?

Stress: Natürlich ist es genau bei diesem Konzept wichtig, dass die Person stimmlich ein gewisses Niveau hat. Dann möchte ich aber auch Persönlichkeit und Charakter hören. Das macht für mich den Unterschied.

Würden Sie selbst auch zu einer solchen Castingsendung gehen?

Stress: Gerne sogar, nur würden sie mich nicht auf die Bühne lassen, weil ich nicht singen kann.

Aber Sie coachen als Jurymitglied doch auch die Sängerinnen und Sänger.

Stress: Stimmt, doch für die Stimmbildung liegt die Verantwortung vor allem bei den Vocal Coaches. Wir arbeiten mit den Gesangstalenten aber an verschiedensten Dingen: Das Selbstbild und die Körperhaltung sind zum Beispiel wichtig. Das fängt bereits beim richtigen Schuhwerk an, damit der Körper die ganze Power der Stimme abrufen kann.

Wie viel Zeit investieren Sie in die einzelnen Kandidaten?

Stress: Das kann ich nicht sagen. Wenn man seine Arbeit liebt, zählt man die Stunden nicht.

Haben Sie noch Kontakt zu den Kandidaten der letzten Staffel?

Stress: Ich habe noch Kontakt zu Nicole Bernegger. Sie wurde für den Swiss Music Award «Best Breaking Act National» nominiert. Das hat mich sehr stolz gemacht.

Ist in der zweiten Staffel etwas neu?

Ja, zum Beispiel können nun ausgeschiedene Kandidaten von gegnerischen Coaches noch einmal «gerettet» werden.

Heute startet die Sendung. Worauf freuen Sie sich am meisten?

Stress: Auf neue Talente, die uns mit ihren Stimmen wegblasen. Und auf die Arbeit mit ihnen. Ich möchte ihnen so viel wie möglich mitgeben, damit sie wachsen und die Zeit auf der Bühne geniessen können.

«The Voice of Switzerland», heute um 20.10 auf SRF 1.