Hype um Bad Girl

Paparazza

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Sie ist jung, schön und kratzbürstig. An Schauspielerin Ella Rumpf, 22, kommt man derzeit nicht vorbei. Im Film «Tiger Girl», der im April in den Kinos läuft, randaliert sie grundlos in Berlin herum. «Die Schweiz hat einen neuen Star», verkündeten gleich mehrere Zeitungen. Das hängt wohl damit zusammen, dass die Zürcherin mit ihren aufreizenden, vollen Lippen und dem spöttisch-lauernden Blick an die junge Angelina Jolie erinnert. Auch ihr gelang der Durchbruch als Bad Girl, das in einer Psychiatrie Mitpatientinnen manipuliert.

Ella Rumpf, Tochter eines Psychotherapeuten und einer Dozentin, war laut «Annabelle» ein ADHS-Kind. Statt ihr Ritalin zu geben, entschieden sich die Eltern, sie in die Rudolf-Steiner-Schule zu schicken. Dort spielte sie bei einem Schultheater mit und beschloss, Schauspielerin zu werden. Inzwischen hat sie in London eine Schauspielschule absolviert und lebt in Berlin.

Hohe Erwartungen lasten auf ihren zierlichen Schultern. Denn Ella Rumpf hat erst ein paar Nebenrollen gespielt. In der Komödie «Die göttliche Ordnung» gibt sie eine aufmüpfige Göre, die im Gefängnis landet; im Jugenddrama «Chrieg» eine kahlrasierte Problemjugendliche. Dass sie mehr drauf hat als laute Revoluzzerrollen, muss sie erst noch beweisen.

Melissa Müller melissa.mueller@tagblatt.ch