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Hotel Swiss, Kreuzlingen: Ausflug in die vegane Welt

Die Gesellschaft hat Rang und Namen. Albert Einstein ist da, Leo Tolstoi, George Bernard Shaw. Sie alle grüssen von den Wänden des Restaurants Roter Schwan im Hotel Swiss in Kreuzlingen. Gestandene Männer mit ernsten Blicken.
Ida Sandl

Die Gesellschaft hat Rang und Namen. Albert Einstein ist da, Leo Tolstoi, George Bernard Shaw. Sie alle grüssen von den Wänden des Restaurants Roter Schwan im Hotel Swiss in Kreuzlingen. Gestandene Männer mit ernsten Blicken. So verschieden ihre Charaktere und Berufungen: Fleisch von Tieren ist für sie alle tabu. Die Wanddekoration im «Swiss» passt zum Konzept. Ein veganes Restaurant, eingebettet in ein veganes Hotel. Konsequent bis zur Einrichtung, es gibt kein Leder, keine Daunendecken.

Freitagabend bietet Geschäftsführer Raphael Lüthy jeweils ein spezielles Menu an. Auf der Speisekarte stehen vier Gerichte zur Auswahl, plus Dessert. Jeder Gang kostet 16 Franken. Für den normalen Hunger empfiehlt der Küchenchef drei Portionen.

Wir starten mit einem orientalischen Couscous-Salat mit Orangen-Dressing, Preiselbeeren und getrockneter Frucht. Das Couscous ist frisch und würzig. Die Früchte geben dem Ganzen eine feine süssliche Note.

Auch die Tomatencrèmesuppe mit Blätterteiggebäck überzeugt. Sie schmeckt herrlich nach frischen Tomaten. Obendrauf ein Soja-Sahne-Häubchen. Als Hauptgang gibt es Soja-Geschnetzeltes im Gnocchi-Ring mit dreifarbigem Krautstiel und einer Rahmsauce. «Rassig» steht auf der Karte, und das Versprechen wird eingehalten. Das Geschnetzelte hat eine schöne Schärfe, erinnert ein bisschen an Chili con carne. Für die «Swiss»-Küche eigentlich kein typisches Gericht. «Unser Ziel ist nicht, Fleischgerichte nachzukochen», sagt Lüthy. Man konzentriere sich auf die Stärken der veganen Küche, setze auf Fair-Trade und möglichst auf Bio.

Die Bulgur-Quinoa-Lasagne mit mariniertem Rucola hätte für unseren Geschmack etwas mehr Würze vertragen. Zum Essen gibt es eine kleine, feine Auswahl von offenen Weinen, darunter ein Müller-Thurgau aus Berlingen. Wir entscheiden uns für den Coquelicot rouge, einen Rotwein aus dem Languedoc, mit vollem, aber doch mildem Aroma (6.50 Franken 1 dl). Neben den offenen gibt es eine grosse Auswahl an Flaschenweinen. Raphael Lüthy lebt seit vier Jahren konsequent vegan. Er bietet mehrmals pro Jahr Kochkurse an und hat zusammen mit einem Arzt ein veganes Kochbuch geschrieben.

Unser Eindruck: ein spannender Abstecher in die vegane Welt und eine schmackhafte und gesunde Abwechslung – auch für Fleischesser.

Hotel Swiss, Hauptstrasse 72, Kreuzlingen. Restaurant für Nichthotelgäste Freitagabend und bei speziellen Events geöffnet. 1. Sonntag im Monat Brunch bis 14 Uhr.

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