Holz wird immer vielseitiger

Holz wird immer mehr in ein High-Tech-Material verwandelt. Über den vielseitigen Einsatz des Baustoffes spricht Hermann Blumer heute in St. Gallen.

Bruno Knellwolf
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Ein Baumstamm ist ein vielschichtiges Gewächs. Die Borke schützt den Baum vor Hitze und Pilzen, die innere Rinde, auch Bast genannt, ist die Versorgungsleitung des Baums, das Kambium ist das Wachstumsgewebe, in dem jedes Jahr neues Holz und neue Borke entsteht.

Kernholz ist entscheidend

Weiter innen im Stamm ist das Splintholz, das die Wasserleitung des Baumes bildet, welche die Krone versorgt und im Innern findet man das Kernholz – die stützende Säule des Baums: Totes Holz, das seine tragende Kraft behält und somit für den Holzbau verwendet wird.

Wasserfestes Holz

Ein Baumaterial, das schon viele gute Eigenschaften hat. Empa-Forscher versuchen diese mit Eingriffen in die Zellstruktur noch zu erweitern. Zum Beispiel werden wasserfeste Hölzer entwickelt. Normalerweise lässt Wasser Holz vermodern und verwittern. Die Forscher machten sich das System von Tropenhölzern zunutze, die in den Holzzellen Stoffe namens Flavonoide deponieren und damit witterungsbeständig werden. Statt der Flavonoide setzten die Forscher Kunststoffe ein und erhielten wasserfestes Holz.

Holz wird immer vielseitiger einsetzbar, die Holzbauten immer kühner, wie Holzbauer Blumer sagt, der heute darüber referieren wird. Reden wird er auch über Auswirkungen des Klimawandels auf Holz. In der Schweiz wächst der Laubwald deswegen stärker. Deshalb sei es sinnvoll, vermehrt auch Laubhölzer für Bauzwecke zu nutzen.

Heute Mittwoch, 20.15 Uhr, NWG-Vortrag: Holz kann die Welt verändern, Hermann Blumer an der Universität St. Gallen, Hauptgebäude.

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