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Holz ist ein Tausendsassa

Eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Ressource Holz» kommt zum Schluss, dass Holz vermehrt als Brennstoff und Baumaterial verwendet werden sollte.
Bruno Knellwolf

Holz wird immer vielseitiger einsetzbar. Sei es als Brennstoff oder vor allem als Baumaterial. Deswegen werden Holzbauten immer kühner und höher. Die vermehrte Nutzung von Holz ist ganz im Sinn einer neuen Studie der ETH Zürich, in der die ökologischen Auswirkungen von Holz in der Schweiz untersucht worden sind. Und zwar in der gesamten Wertschöpfungskette, also vom Fällen der Bäume bis zum Recycling oder Verbrennen, einschliesslich der Herstellung von Halbfabrikaten wie Papier, Platten und Holzpellets.

Und die Studie um Florian Suter vom Institut für Umweltingenieurwissenschaften, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Ressource Holz» erstellt worden ist, stellt dem Holz ein gutes Zeugnis aus. Die nachhaltige Nutzung von Holz könne dazu beitragen, unseren Energie- und Rohstoffbedarf mit geringeren ökologischen Auswirkungen zu decken, als dies mit anderen Ressourcen möglich sei, schreibt Suter.

Einige Tonnen Kohlendioxid einsparen

Die Studie geht davon aus, dass die Schweiz durch die Verwendung von Holz ihren CO2-Ausstoss jährlich um 2 bis 3,1 Millionen Tonnen reduziert – bei einem Gesamtausstoss von 52,6 Millionen Tonnen im Jahr 2013. Diese Reduktion erkläre sich zu zwei Dritteln durch die Umstellung von Öl und Gas auf Holz bei privaten und industriellen Heizungen. Der andere Drittel auf die vermehrte Verwendung von Holz im Bau und in der Möbelherstellung, wo Zement, Stahl, Aluminium und Plastik ersetzt werden können.

«Wir haben die ökologischen Auswirkungen untersucht, insbesondere in Bezug auf Klimawandel, Nutzung von Energieträgern, Luftverschmutzung und Verlust von Biodiversität», erklärt Florian Suter. Die statistischen Daten dafür stammen zumeist von Bundesämtern. Dabei zeigt sich, dass die grösste Umweltbelastung durch die energieintensive Herstellung von Papier entsteht, gefolgt von Heizungen in Haushalten und industriellen Prozessen, der Herstellung von Platten und der Holzernte im Wald. «Im Grossen und Ganzen kann man sagen, dass die Herstellung von Holzprodukten im Vergleich zu anderen Materialien relativ wenig Energie benötigt.» Ein Nachteil sei der Feinstaub, der bei der Verbrennung freigesetzt wird. Er trage zur Luftverschmutzung bei und sei gesundheitsschädigend.

Die Forscher raten, vermehrt Holz zu verwenden, vor allem zum Bauen und Heizen. Die Auswirkungen des Feinstaubs müssten technisch gemildert werden und die Wälder intensiver genutzt. «Die Holzbestände nehmen in den europäischen und schweizerischen Wäldern zu. Der Klimanutzen von Holz wird also nicht vollständig ausgeschöpft. Es wird manchmal vergessen, dass Holz eine der wenigen verfügbaren erneuerbaren Ressourcen ist», sagt ETH-Professorin Stefanie Hellweg.

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