Holocaust geleugnet: Dieudonné verurteilt

Der französische Komiker Dieudonné ist in Belgien wegen Anstiftung zum Hass zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Lütticher Gericht hat gestern festgestellt, dass Dieudonné Hassreden gehalten und sich der Leugnung des Holocaust schuldig gemacht habe.

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Der französische Komiker Dieudonné ist in Belgien wegen Anstiftung zum Hass zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ein Lütticher Gericht hat gestern festgestellt, dass Dieudonné Hassreden gehalten und sich der Leugnung des Holocaust schuldig gemacht habe. Das Gericht verurteilte den umstrittenen Franzosen ausserdem zu einer Geldstrafe von 9000 Euro. Dieudonné, der nicht anwesend war, kann das Urteil anfechten.

In dem Prozess ging es um einen Auftritt im März 2012 im belgischen Herstal vor 1000 Zuschauern. Er war von der Polizei aufgezeichnet worden. Richter Franklin Kuty strich in seiner ausführlichen Urteilsbegründung die in der Rede verwendeten rassistischen, hasserfüllten und stigmatisierenden Äusserungen Dieudonnés heraus.

Dieudonné verursacht mit seinen antisemitischen und rassistischen Äusserungen seit Jahren Kontroversen und wurde deshalb bereits wiederholt zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Er erfand den sogenannten Quenelle-Gruss, der an den Hitler-Gruss erinnert. (afp)