«Hecht», Rheineck: Einkehren und entspannen

Auf der ausgerissenen Zeitungsseite mit den Metzgete-Inseraten weist der ortskundige Kollege auf das Hotel Hecht in Rheineck: «Sehr gut geführter Betrieb», sagt er.

Beda Hanimann
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"Zu Tisch" Picto (Bild: Beda Hanimann)

"Zu Tisch" Picto (Bild: Beda Hanimann)

Auf der ausgerissenen Zeitungsseite mit den Metzgete-Inseraten weist der ortskundige Kollege auf das Hotel Hecht in Rheineck: «Sehr gut geführter Betrieb», sagt er. Die Metzgete ist inzwischen vorbei, aber der Befund bestätigt sich: Schon beim Eintreten spürt man, dass für das Gastgeberpaar Maura und Max Weder und sein Team die richtige Ambiance ein Bestandteil des Angebots ist.

Das grosse Lokal mit langer Glasfront, das nicht einfach von sich aus gemütlich ist, wirkt einladend. Im vorderen Teil lässt eine Gruppe Hotelgäste auf französisch plaudernd den Feierabend verstreichen, im hinteren Teil ist schön aufgedeckt, die Tafelnden, man spürt es, sind nicht zum erstenmal hier. Es ist ein kollegiales Einvernehmen zwischen Gästen und Gastgebern, das ist immer ein gutes Zeichen, und es trägt bei zur lockeren Stimmung: Hier braucht sich niemand etwas vorzumachen.

Beliebte Klassiker

Auch die Küche passt in diesen Rahmen. Sie macht keine kreativen Handstände, ihre Ambition ist ein marktfrischer, saisonaler Querschnitt durch die Welt beliebter Klassiker. Das fängt an bei Tomatencrèmesuppe (8.50) oder Suppentopf mit Siedfleisch, Markbein und Gemüse (11.–) und setzt sich fort mit Vorspeisen wie Riesencrevetten mit Knoblauch und Peperoncino (16.50) oder Rindstatar (16.–/26.–). Die Karte ist übersichtlich gegliedert, das trägt zur entspannten Genussatmosphäre bei. Die Röstikarte enthält acht Varianten, von der Hawaii-Rösti (19.–) bis zur Chef-Rösti mit Rindsfilet und Pfefferrahmsauce (36.–). Weiter gibt es Fitnessteller (23.– bis 28.–) und kalte Gerichte für den kleinen Hunger (16.– bis 25.–).

Die Region auf der Weinkarte

Ein halbes Dutzend Fischgerichte erweist dem Namen die Ehre, die Krönung ist der Hechtteller mit drei Sorten Fisch und Crevette vom Grill (32.–). Die Fleischabteilung hält Cordon- bleu-Varianten (je 30.–), Rindsfilet vom heissen Stein (45.–), Kalbsschnitzel mit Pilzrahmsauce und Beilagen (33.–) oder Zigeunerli bereit, das sind dünne Rindsschnitzel, im Pfännli serviert (25.–).

Die Stichprobe überzeugte: Blattsalat mit Ei (7.50), Proseccoschaumsuppe mit Curryrahm (8.50) und Lammrückenfilet mit Kräuterkruste, Kroketten und Gemüsegarnitur (32.–). Eine erfreuliche Weinkarte mit starkem regionalem Einschlag rundet das schöne Angebot ab.

Unser Eindruck: Das Hotel Hecht ist die richtige Adresse für einen entspannten Genussaufenthalt – und auch die Preise machen Freude.

«Hecht», Rheineck Max und Maura Weder, Hauptstr. 31, Tel. 071 888 29 25 www.hotelhecht-rheineck.ch Öffnungszeiten: Mo ganzer Tag und So ab 15 Uhr geschlossen Karte: Mittag: Menus 17.50, Spezialitäten wie Kalbsleberli 29.50. A-la-carte-Hauptgerichte 19.– bis 45.–