Hausärzte machen wenig Fehler

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Medizin Das falsche Medikament oder eine falsche Dosis können verheerende Folgen haben. Eine Studie zeigt, wie oft solche Zwischenfälle in Schweizer Hausarzt- und Kinderarztpraxen vorkommen. Gemäss der Schätzung in der Studie des Instituts für Hausarztmedizin der Uni Zürich geschehen im Durchschnitt pro Hausarzt zwei Fehler pro Jahr, oder 47 pro 100000 Patienten. Bei Kinderärzten liegt die Fehlerrate deutlich tiefer, bei 0,15 Fehlern pro Arzt und Jahr oder knapp 3 pro 100000 Patienten. Die meisten Fälle hingen mit einer falschen Dosierung zusammen. Auf Platz zwei folgte die Wahl des falschen Medikaments.

Im Vergleich zu Spitälern würden die Hausärzte mit dieser niedrigen Fehlerrate sehr gut dastehen, sagte Studienautor und Hausarzt Markus Gnädinger dem Nachrichtenportal watson. Auch wenn man die Situation nicht ­direkt vergleichen könne, räumte er ein. Die Dunkelziffer unerkannter Fehler könnte jedoch deutlich höher liegen: «Viele Fehler haben keine Folgen und werden daher weder vom Hausarzt noch vom Patienten bemerkt.» Besonders häufig betroffen sind der Studie zufolge ältere Patienten, die pflegebedürftig sind. (sda)