Gurlitt-Sammlung: Ursula Streit unterstützt Museum

Die Unternehmerin Ursula Streit ist die Mäzenin, die das Berner Kunstmuseum bei der Aufarbeitung der Sammlung Gurlitt mit einem namhaften Betrag unterstützen will.

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Die Unternehmerin Ursula Streit ist die Mäzenin, die das Berner Kunstmuseum bei der Aufarbeitung der Sammlung Gurlitt mit einem namhaften Betrag unterstützen will. Die frühere Leiterin des Berner Scherz-Verlags habe als gebürtige Deutsche das Naziregime als Kleinkind am eigenen Leib erfahren, sagte ihr Anwalt, Peter Bratschi, in einem Interview mit der «Berner Zeitung». Seine Mandantin habe sich gefreut, dass Cornelius Gurlitt die Sammlung dem Kunstmuseum Bern vermacht habe, weil «Bern dadurch die Gelegenheit erhält, zur Aufarbeitung des Raubkunst-Themas einen wichtigen Beitrag zu leisten».

Der grösste Teil der über die Stiftung Rudolf und Ursula Streit gesprochenen Unterstützung soll in den Aufbau und den Betrieb der Berner Forschungsstelle fliessen. Die Mäzenin will das Geld aber nur sprechen, wenn «klar ist, wie die Vereinbarung des Museums mit Deutschland umgesetzt wird». Aus Bratschis Sicht gibt es noch unklare Punkte, etwa im Umgang mit Kunst, die Verfolgte zum Spottpreis verkaufen mussten. (sda)

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