«Grossmann, Du musst mir helfen»

Als Albert Einstein 1896 sein Studium am Eidgenössischen Polytechnikum aufnimmt, gehört zu seinem Jahrgang auch der Mathematiker Marcel Grossmann. Zu ihm entwickelt sich rasch ein vertrautes Verhältnis.

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Marcel Grossmann

Marcel Grossmann

Als Albert Einstein 1896 sein Studium am Eidgenössischen Polytechnikum aufnimmt, gehört zu seinem Jahrgang auch der Mathematiker Marcel Grossmann. Zu ihm entwickelt sich rasch ein vertrautes Verhältnis. Grossmann, mittlerweile selber Professor an der ETH, hilft 1911 mit, Einstein an diese Hochschule zu berufen. Jetzt hat Grossmanns Enkelin Claudia E. Graf-Grossmann das Leben ihres Grossvaters in einem Buch nachgezeichnet.

«Grossmann, Du musst mir helfen, sonst werd' ich verrückt!» Diesen Ausspruch Einsteins überliefert Grossmanns Kollege Louis Kollros. Einstein hat zwar die Ideen zu seiner Allgemeinen Relativitätstheorie, kommt aber mathematisch nicht mit ihnen zu Rande. Marcel Grossmann kniet sich in die enormen Probleme des ihm fremden Gebiets. Im Frühling 1913 veröffentlichen sie zusammen einen «Entwurf einer Verallgemeinerten Relativitätstheorie». Allerdings: An dessen Lösungsweg zweifelt der mittlerweile nach Berlin umgezogene Einstein dann wieder – bis er 1915 wieder auf Grossmanns Berechnungen zurückgreift. (R. A.)

Claudia E. Graf-Grossmann: Marcel Grossmann – Aus Liebe zur Mathematik, Römerhof 1915, 327 S., Fr. 41.90

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