Granaten auf Dublins Postgebäude

Die irische Hauptstadt Dublin ist zurzeit voll von Flaggen mit der Aufschrift «The Rise». Im vor 100 Jahren hartumkämpften General Post Office (GPO), damals Hauptquartier der Rebellen, wird in einer neuen Ausstellung der Unabhängigkeitskampf greifbar.

Bruno Knellwolf
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Während des «Easter Rising» im April 1916 war das GPO-Gebäude in Dublin das Hauptquartier der Rebellen und hart umkämpft. (Bild: Lara Knellwolf)

Während des «Easter Rising» im April 1916 war das GPO-Gebäude in Dublin das Hauptquartier der Rebellen und hart umkämpft. (Bild: Lara Knellwolf)

Da steht man dann mittendrin. Die Decke stürzt ein, die Rebellen rennen aus dem Gebäude, das bis dahin doch als massiv genug galt, den Geschützen der Engländer standzuhalten. Doch das General Post Office in Dublin, kurz GPO genannt, wird zu weiten Teilen zerstört. Der erste Unabhängigkeitskampf für ein freies Irland ist abgewehrt.

Zu erleben ist das in einer vor wenigen Tagen eröffneten Ausstellung im damals hartumkämpften General Post Office. Vor diesem GPO-Gebäude hat vor genau 100 Jahren Padraig Pearse auf den Treppen unter der mächtigen Tempelfront die von ihm gedruckte und in Dublin aufgehängte Unabhängigkeitsproklamation für eine irische Republik vorgelesen. Brutal haben sich die Republikaner den Weg für diesen Oster-Aufstand freigeschossen, ebenso brutal wird er von den britischen Truppen erledigt.

Die Rebellenführer werden schnell hingerichtet, was den Republikanern jene Sympathien im irischen Volk bringt, die sie vorher gar nicht hatten und die bald zum Unabhängigkeitskrieg führen wird und damit später zur Republik Irland.

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