Grahambrot

Als es noch den Fünfpfünder, dafür nicht alle paar Tage ein neues Brot des Monats gab, war das Grahambrot einer der Exoten im Regal und auf dem Frühstückstisch.

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Als es noch den Fünfpfünder, dafür nicht alle paar Tage ein neues Brot des Monats gab, war das Grahambrot einer der Exoten im Regal und auf dem Frühstückstisch. Sein Markenzeichen waren der dunkle Teig, die Kastenform und der Ruf, es sei ein ganz besonders gesundes Gebäck (welch letzteres wohl nötig war, um es vom damals als rückständig und ärmlich geltenden gewöhnlichen dunklen Brot abzugrenzen). Den Namen hat das Spezialbrot von Sylvester Graham (1794–1851), einem US-Nahrungsreformer und Mässigungsprediger. Der war ein Verfechter von ungeschältem Weizen, den er für nahrhafter und gesünder hielt. Das frühe Diätbrot wird aus Weizenschrot mit fein vermahlener Kleie (Schale mit Keimling) ohne Hefe- oder Sauerteigzusatz hergestellt. Es ist deshalb ballaststoffreich und besonders gut zu verdauen. (Hn.)