Geschichte der Arbeiterhotels und fünf Reisen zwischen Jura und Tessin

Nachdem die Gewerkschaften in der Zwischenkriegszeit ein Recht auf bezahlte Ferien erstritten hatten, sahen sie sich gegenüber ihren Mitgliedern in der Pflicht.

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Nachdem die Gewerkschaften in der Zwischenkriegszeit ein Recht auf bezahlte Ferien erstritten hatten, sahen sie sich gegenüber ihren Mitgliedern in der Pflicht. Weil Reisen nicht für jedermann erschwinglich war, eröffneten sie eigene Hotels, die sie den Gewerkschaftern zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellten. In seinem Buch «Vorwärts zum Genuss» zeichnet der Historiker Stefan Keller die Geschichte der Arbeiterhotels und Arbeiterferien in der Schweiz nach. Dorothee Elmiger, Suzanne Zahnd, Annette Hug, Adrian Riklin und Guy Krneta berichten von Abschiedsbesuchen in fünf der mittlerweile meist wieder verkauften Hotels. Der Fotograf Florian Bachmann hat diese Besuche begleitet und zeigt Bildergeschichten aus Vitznau, Gersau, Lenk, Sainte-Croix und San Nazzaro. Zusammen mit originalen Ferienkarten entsteht so ein schillerndes Bild einer Epoche, in der Ferien noch keine Selbstverständlichkeit waren. (Hn.)

Stefan Keller (Hrsg.): Vorwärts zum Genuss, Rotpunktverlag 2014, 152 S., Fr. 36.–

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