GEMÜSE: Gärtnern macht Freude – und Arbeit

Gartenfreunde züchten schon jetzt eigene Setzlinge und können die neue Saison kaum erwarten. Es gibt aber auch andere, die auf einen Garten gern verzichten.

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Bald kommen die ersten Setzlinge nach draussen ins Beet.

Bald kommen die ersten Setzlinge nach draussen ins Beet.

Im Kalender hat der Frühling bereits begonnen, und die ersten warmen Tage haben das Herz von Gartenfreunden schon höher schlagen lassen. Erste Rasenmäherprospekte flattern ins Haus, und wer als Gärtner etwas auf sich hält, hat längst eigene Setzlinge gepflanzt. Zu jeder Gartensaison gehören auch Gartentrends, und die Anbieter aus der grünen Branche sparen nicht mit Vorschlägen, was im Jahr 2018 angesagt sein könnte. Zum Beispiel Biodiversität. Statt den Rasen gnadenlos zu spritzen und zu stutzen, bis kein Blümchen mehr spriesst, sollen heute möglichst viele Pflanzenarten wuchern dürfen.

Pilzkraut ins Hochbeet

Wenn Unterschiedliches blüht, haben auch die Insekten Freude. Der Gärtner von heute achtet auf Insekten- und Bienenfreundlichkeit. Dies nachdem im vergangenen Jahr so oft wie noch nie vom Insektensterben die Rede war. Höchste Zeit also für bienenfreundliche Pflanzen wie Thymian, Steinklee und Himbeere! Andere Anbieter empfehlen exotische Kräuter, um etwas Abwechslung ins Hochbeet und auf den Speiseplan zu bringen. Warum also statt Basilikum nicht einmal das asiatische Gewürzkraut ­Shisho pflanzen? Oder das aus Papua-Neuguinea stammende Pilzkraut, das so schmeckt, wie es heisst?

Drohnen jagen Insekten

Auch die Digitalisierung macht vor dem Garten nicht halt. Glaubt man den Ankündigungen gewisser Anbieter, fahren bald nicht mehr nur Mähroboter über den Rasen. Zusätzlich reissen Jätroboter Unkraut aus, jagen Drohnen Schädlinge aus der Luft, ­wischen im Herbst automatisierte Besen das Laub von der Terrasse.

Doch die Welt besteht nicht nur aus Gartenfreunden. Während die einen auf eigenes Gemüse schwören, können andere auf das Pflanzen, Jäten und Giessen gut verzichten. Gärtnern, das macht doch nur Arbeit, und das ins Hochbeet gesteckte Geld ­würde man besser für Biogemüse aus dem Laden ausgeben. (rbe)