Geld verdienen mit dem Smartphone

Firmen wollen gesehen werden, auch wenn es dunkel ist. Daher strahlen Leuchtreklamen von den Gebäuden. Allerdings halten die Anlagen nicht ewig, irgendwann geht eine Leuchtdiode kaputt. In der Schweiz sollen defekte Leuchtreklamen nun von Passanten gefunden und gemeldet werden.

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Firmen wollen gesehen werden, auch wenn es dunkel ist. Daher strahlen Leuchtreklamen von den Gebäuden. Allerdings halten die Anlagen nicht ewig, irgendwann geht eine Leuchtdiode kaputt. In der Schweiz sollen defekte Leuchtreklamen nun von Passanten gefunden und gemeldet werden. Sie haben in der Regel das nötige Werkzeug dabei: ein Smartphone. Daraus ergeben sich neue Mini-Jobs, interessant vor allem für Studenten.

Eine App genügt

Die Lichtwerbe-Firma Westiform hat besagte Suchaktion gestartet. Um mitzumachen, braucht man nur eine spezielle App auf dem Mobiltelefon. Sie zeigt eine Karte mit Lupensymbolen: Aufträge in der Umgebung. Durch das Anklicken einer Lupe werden genaue Anweisungen eingeblendet, zum Beispiel diese: «Finde Lichtwerbeanlagen, die in der Dunkelheit schlecht leuchten oder beschädigt sind.» Jetzt kann die Suche beginnen, allerdings sollte man sich beeilen, denn andere könnten denselben Auftrag übernommen haben – wer den Schaden zuerst meldet, streicht die Belohnung von vier Franken ein.

Natürlich verfolgt Westiform mit der Aktion ein Ziel. Das Unternehmen will neue Kunden auf sich aufmerksam machen oder den schon bestehenden einen Austausch veralteter Neonanlagen ans Herz legen.

Unterschiedliche Aufgaben

Das Beispiel der Leuchtreklamen-Suche läuft über AppJobber, eine Anwendung aus Deutschland, die im vergangenen August in der Schweiz gestartet ist – hierzulande der erste Dienst, der über das Smartphone Mini-Jobs verteilt. Einige hundert Schweizer bekommen Aufgaben verschiedener Art, sollen etwa überprüfen, ob ein Plakat vom Plakatierer auch zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort geklebt worden ist. Ein Foto genügt als Nachweis.

So wird Wartezeit, an der Bushaltestelle oder am Bahnhof, zu Geld gemacht. Mit den Mini-Jobs lassen sich ein paar Franken dazuverdienen. Auch wenn sie mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden sind. Einen Haken hat die Sache allerdings. Die Nutzer werden vom Auftraggeber nicht als Angestellte behandelt. Und sind daher auch nicht über ihn versichert. Andreas Lorenz-Meyer