Gefahr für Linsenträger

Kontaktlinsenträger sind besonders anfällig für Hornhautentzündungen, die meist von Bakterien, Viren oder Pilzen verursacht werden. Schätzungsweise 4000 Kontaktlinsenträger erleiden jedes Jahr eine solche Keratitis.

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In etwa fünf Prozent der Fälle handelt es sich um eine Akanthamöben-Infektion, die – bleibt sie unerkannt – zur Erblindung führen kann.

Häufigste Ursache für eine Akanthamöbenkeratitis sind weiche Kontaktlinsen, die zu lange benutzt werden. Auch das Tragen von Kontaktlinsen beim Baden, mangelhafte Hygiene und das Reinigen mit Leitungswasser erhöhen das Infektionsrisiko. Das Krankheitsbild bereitet Ärzten oft Schwierigkeiten. «Selbst für Experten ist die Akanthamöbenkeratitis schwer zu diagnostizieren», erklärt Berthold Seitz, Direktor der Universitätsaugenklinik Homburg/Saar. «Meist liegt eine Verwechslung mit einer Herpesvirus-Infektion vor.» Man wolle Augenärzte darum besser aufklären.

Für den sicheren Nachweis einer Akanthamöbenkeratitis muss eine Gewebeprobe ins Speziallabor geschickt werden. (red.)