Für Hartgesottene

Warum garen sich Menschen freiwillig in der Sauna? Warum sitzen sie Pobacke an Pobacke in Hitze und Dampf? Weil es um eine Grenzerfahrung geht. In Hitze und Schweiss findet der Mensch zu sich selbst.

Katja Fischer De Santi
Drucken
Teilen
In der Sauna (hier in Unterrechstein) trägt Mann und Frau nichts – aber fürs Foto darf es ausnahmsweise ein Badetuch sein. (Bild: pd)

In der Sauna (hier in Unterrechstein) trägt Mann und Frau nichts – aber fürs Foto darf es ausnahmsweise ein Badetuch sein. (Bild: pd)

Ein Saunagang ist eine Grenzerfahrung. In vielerlei Hinsicht. Erstens physisch: 100 Grad sind ziemlich heiss. Der menschliche Körper ist für diese Temperaturen nicht gemacht. Er verfällt in ein künstliches Fieber, alles gerät in Wallung, der Kreislauf kommt in Schuss, die Poren öffnen sich, Wasser verdunstet. Während man einfach nur so dasitzt, arbeitet der Körper auf Hochtouren. Das muss man schon aushalten. Da werden Minuten zu gefühlten Stunden. Aber auch psychisch ist die Sauna kein Zuckerschlecken: In der Sauna ist man nackt. Nackt wie ein Baby, Das ist nicht einfach. Für uns und die anderen. Wohin schauen? Wohin mit den Händen und dem Bauchfett? Und wenn dann plötzlich Nachbar Meier splitterfasernackt die Holztür zur Sauna aufstösst, dann muss man sich schon fragen; Muss das sein? Doch es gibt viele Gründe für die Sauna – die Gesundheit ist nur einer davon.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 29. November.

Aktuelle Nachrichten