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FREIBURG: Joggerin ermordet – lebenslange Haft für Camion-Fahrer

Im Fall der ermordeten Joggerin aus dem süddeutschen Endingen muss ein Lastwagenfahrer lebenslang hinter Gitter. Das Landgericht Freiburg verurteilte den 40-jährigen Mann aus Rumänien wegen Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung mit anschliessender Sicherungsverwahrung.
Auf die Spur des rumänischen Fernfahrers kamen Ermittler über die Auswertung von Lkw-Mautdaten. (Bild: Ralph Ribi/Symbolbild)

Auf die Spur des rumänischen Fernfahrers kamen Ermittler über die Auswertung von Lkw-Mautdaten. (Bild: Ralph Ribi/Symbolbild)

Er habe mit «enormer Brutalität und absolutem Vernichtungswillen» gehandelt, sagte die Vorsitzende Richterin Eva Kleine-Cosack am Freitag. Der Mann muss sich voraussichtlich noch wegen eines weiteren Mordes in Kufstein vor Gericht verantworten. Österreich hat bereits seine Auslieferung beantragt.

Der Mann hatte zum Prozessauftakt im Freiburg ein Geständnis abgelegt. Er hatte die 27-jährige Frau Anfang November vergangenen Jahres in einem Wald in den Weinbergen von Endingen vergewaltigt und getötet. Sie war ein Zufallsopfer und hatte keine Chance, sagte die Richterin: Die 27-Jährige war alleine joggen, als sie auf ihren Mörder traf.

Weiterer Mord in Österreich

Neben dem Verbrechen in Endingen wird dem Mann auch der Mord an einer französischen Austauschstudentin im Januar 2014 im rund 400 Kilometer von Endingen entfernten Kufstein zur Last gelegt. An beiden Tatorten waren Spuren von ihm gefunden worden, beide Taten ähneln sich. Den Mord in Österreich hat er Gerichtsangaben zufolge gegenüber einem psychiatrischen Gutachter eingeräumt.

Die jetzt vom Freiburger Landgericht verhängte Sicherungsverwahrung gilt unter Vorbehalt. Erst müsse ein Urteil zur Gewalttat in Kufstein abgewartet werden, um definitiv über eine Sicherungsverwahrung zu entscheiden, erläuterte die Richterin. Mit dem Strafmass folgte das Gericht den Forderungen des Staatsanwaltes und der Nebenkläger. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer vor rund einer Woche von Totschlag gesprochen, ohne ein Strafmass zu nennen.
Zuvor hatte der Angeklagte gesagt, er habe spontan aus einer Aggression heraus gehandelt. Eine geplante Tat sei es nicht gewesen, auch ein sexuelles Motiv habe er nicht gehabt. Zudem machte er in seinem Geständnis Erinnerungslücken geltend.

Voll schuldfähig

Die Angaben des Mannes seien durch die vorgelegten Beweise und Gutachten widerlegt, sagte nun die Richterin. Das Motiv habe in dem Prozess nicht geklärt werden können, der Fernfahrer und Vater von drei Kindern habe dazu geschwiegen. Der Angeklagte sei voll schuldfähig. Eine psychische Erkrankung oder Alkoholsucht seien ausgeschlossen. Der Mord in der rund 9000 Einwohner zählenden Gemeinde Endingen hatte Entsetzen ausgelöst und für grosse Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt. Auf die Spur des Fernfahrers kamen Ermittler über die Auswertung von Lkw-Mautdaten. (sda)

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