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FRAUENTAG: Ein Kurzfilm gegen veraltete Rollenbilder

In der Pubertät verliert die Mehrheit der jungen Frauen in der Schweiz an Selbstvertrauen. Dies wirkt sich auch auf deren Beruf und Alltag aus. Mit einem Kurzfilm will das Kinderhilfswerk Plan International Schweiz dem entgegenwirken und hat diesen anlässlich des heutigen Frauentags publiziert.
Das Kinderhilfswerk Plan International Schweiz hofft, dass mehr Selbstbewusstsein bei jungen Frauen sich auch positiv auf die weibliche Präsenz in der Schweizer Wirtschaft und Politik auswirkt. (Bild: Printscreen Youtube)

Das Kinderhilfswerk Plan International Schweiz hofft, dass mehr Selbstbewusstsein bei jungen Frauen sich auch positiv auf die weibliche Präsenz in der Schweizer Wirtschaft und Politik auswirkt. (Bild: Printscreen Youtube)

Frauen sind kompliziert, emotional, zurückhaltend, nicht sehr technikversiert und weniger karrierebewusst als die Männer. Das sind die gängigen Stereotypen, die in unserer Gesellschaft noch heute omnipräsent sind. Besonders in der Pubertät lassen sich junge Frauen von den gängigen Rollenbildern lenken.

Das Kinderhilfswerk Plan International Schweiz will dem Gegensteuer bieten und hat eigens dafür einen Kurzfilm entwickelt. Mit #girlunstoppable sollen junge Frauen in der Schweiz ermutigt werden, ihren Weg zu gehen und sich nicht von stereotypen Rollenbildern einschränken zu lassen.

Je älter, desto unsicherer
Wie das Kinderhilfswerk mitteilt, hat es zusammen mit dem Instituts Gender & Diversity der Fachhochschule Ostschweiz eine Studie durchgeführt. Diese hatte vor einem Jahr aufgezeigt, dass Mädchen in der Schweiz an Selbstvertrauen verlieren, je älter sie werden. "Die Mehrheit der 9-Jährigen beschreibt sich noch als mutig und stark, bei den 12- und 16-jährigen Mädchen ist es nur noch jede Zweite." Insbesondere 12- bis 16-jährige Mädchen würden zusätzlich angeben, dass sie sich oft nicht trauen, etwas vor einer Gruppe zu präsentieren oder ihre eigene Meinung zu vertreten.

"Dieses fehlende Selbstbewusstsein hat im Berufsleben negative Konsequenzen für viele junge Frauen", sagt Natalina Töndury, Projektleiterin von #girlunstoppable bei Plan International Schweiz. Sie seien die stillen Macherinnen, die Grosses leisten, sich aber bei Lohnverhandlungen konsequent unterschätzen und auf der Karriereleiter langsamer vorwärts kommen, als die männlichen Kollegen. "Zudem zeigen die Berufswahlstatistiken, dass junge Frauen bei der Berufswahl aus einer viel schmaleren Palette von Berufen auswählen, als die jungen Männer", so Töndury weiter. Dies könne möglicherweise auch damit zusammenhängen, dass ihnen der Mut fehle sich für ihren Traumberuf zu entscheiden, wenn dieser nicht geschlechter-konform sei.

Mehr weibliche Präsenz in Wirtschaft und Politik
Mut fehlt den Protagonistinnen im Kurzfilm nicht. Sie strahlen Selbstbewusstsein aus und lassen sich nicht von stereotypen Rollenbildern einschränken. So üben die jungen Frauen Berufe wie Automechanikerinnen, Schlagzeugerinnen, Tänzerinnen, Velokurierinnen, Landwirtinnen oder Lokführerinnen aus. Zudem soll der Film Frauen zwischen 12 und 24 Jahren ermutigen ihre Träume zu verfolgen - unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen.

Das ist nicht alles. "Längerfristig wünschen wir uns, dass mehr Selbstbewusstsein bei jungen Frauen sich auch positiv auf die weibliche Präsenz in der Schweizer Wirtschaft und Politik auswirkt", sagt Projektleiterin Natalina Töndury. Die momentane Verteilung der Führungspositionen in der Schweiz spreche für sich. "Es ist dringend nötig, dass hier auf allen Ebenen ein Umdenken stattfindet." (pd/lex)

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