FRANKREICH: Verdächtiger nach Autoattacke auf Soldaten nahe Paris festgenommen

Die französische Polizei hat nach der Autoattacke auf Soldaten nahe Paris einen Verdächtigen festgenommen. Das mutmassliche Tatfahrzeug sei auf einer Autobahn gestoppt worden, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Der Fahrer wurde durch Polizeischüsse verletzt.

Drucken
Teilen
Bei dem Vorfall wurde eine Gruppe von Soldaten der Anti-Terror-Operation Sentinelle getroffen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON (EPA))

Bei dem Vorfall wurde eine Gruppe von Soldaten der Anti-Terror-Operation Sentinelle getroffen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON (EPA))

Bei dem 1980 geborenen Festgenommenen handle es sich mutmasslich um den Täter, hiess es aus Justizkreisen. «Er war im gesuchten Auto und hat versucht zu fliehen.» Gestoppt wurde das Fahrzeug auf einer Autobahn in Richtung der nordfranzösischen Stadt Calais.

Bei der Attacke auf Soldaten im Pariser Vorort Levallois-Perret waren am Morgen sechs Soldaten verletzt worden. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Der Pariser Vorort Levallois-Perret bei Paris ist nach Ansicht von Bürgermeister Patrick Balkany bewusst für die Fahrzeug-Attacke auf Soldaten ausgewählt worden. «Hier hat der Inlandsgeheimdienst DGSI seinen Sitz», sagte der konservative Politiker der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch am Tatort.

Der DGSI spielt bei Anti-Terror-Ermittlungen in ganz Frankreich eine wichtige Rolle. Die Zentrale in dem Pariser Vorort gilt als sehr gut geschützt.

Balkany machte deutlich, dass es von einer vorsätzlichen Terrortat ausgeht. «Ich weiss aus Erfahrung, dass die Terroristen ihre Ziele nicht zufällig wählen.» Zuvor habe es in der Pariser Region Anschläge oder Anschlagsversuche auf den Champs-Élysées, am Eiffelturm oder auf dem Flughafen Orly gegeben. «Man profitiert von (Ferienmonat) August, um schneller flüchten zu können», sagte der Kommunalpolitiker.

«Es sind keine Soldaten im Krieg, sie sind da, um die Stadt zu schützen», sagte Balkany, der von einer feigen Tat sprach. (sda/afp/dpa)